Großer Preis war ein Motorroller

75. Pferdemarktturnier: Drei Tage lang mitreißender Reitsport in Beerfelden

 

Das Foto zeigt den Beerfeldener Bürgermeister Gottfried Görig, wie er dem Turniersieger (Tagessieger und Gesamtsieger) Jürgen Kurz gratuliert. (Foto: privat)

Beerfelden. Auch mit dem Turnier 2013 kann der Reit- und Fahrverein Oberzent wieder rundum zufrieden sein. Bei besten Witterungsverhältnissen nahm wieder ein hochkarätiges Teilnehmerfeld an diesmal 25 Prüfungen teil. Auch der Publikumszuspruch, besonders beim Mächtigkeitsspringen am Samstag sowie dem Großen Preis der Stadt Beerfelden am Sonntag, war erfreulich.
Zum zweiten Mal gewann Jürgen Kurz die Springprüfung Klasse S mit Siegerrunde und damit den Ehrenpreis der vier Bürgermeister der Oberzentgemeinden Beerfelden, Rothenberg, Sensbachtal und Hesseneck, einen Motorroller, den er zur Freude des Publikum gleich nach der Siegerrunde im Parcours testete.

Am Freitag ging zum die Ein-Sterne-A-Springpferdeprüfung an Stefanie Braun vom RFV Robern, während der Leingartener Jürgen Kurz die Zwei-Sterne-Version für sich, bzw. sein Pferd Chayenne Blue S entscheiden konnte. Die L-Kathegorie gewann schließlich Guido Schumann vom RCL Querum, die Springpferdeprüfung Kl. M dominierte Christian Brühl auf Dustin 254. Er ritt für das Gestüt Höhenhof Reckershausen.

Nach den Springpferdeprüfungen waren die Springprüfungen an der Reihe, bei denen das Augenmerk mehr noch auf dem Reiter liegt. Dabei ging die L-Klasse an Annkathrin Mieling von der RSG RH Rhön, das ranghöhere M-Springen dann an den Nördlinger Andreas Brenner.

Den Sieg eines Stilspringen der A-Kathegorie ergatterte Elisabeth Balles vom RFV Eichenbühl, eine gleichrangige Springprüfung ging an Lisa Hofman vom RFV Herrieden.
Am Samstag kamen dann auch die Freunde des Dressursports auf ihre Kosten. Verena Weiss vom RFV Rodenstein obsiegte in der Dressurreiterprüfung Kl. A, während Julia Carolina Stapp den Siegertitel der Dressurprüfung Kl. A dem PSV Welsh-Gestüt Breuberg sicherte.



Die L-Klasse der Dressurreiterprüfungen ging an Benita Anna Victoria Lang vom Reitverein Erbach, die M-Klasse an ihre Vereinskollegin Kim Kroh, als Ex-Beerfeldenerin dem gastgebenden RFVO noch in bester Erinnerung.
Parallel zu den Dressurprüfungen wurde auf dem Rasenplatz gesprungen. Die Pokale gingen an die Mannheimerin Anja Groß (Springprüfung Kl. L), den Reckershausener Christian Brühl (Zwei-Phasen-M), während sich den Titel in der Königsklasse „S“ der Käshofener Frank Wagner auf seinem Pferd „Los geht’s“ sicherte.

Das publikumsträchtige Mächtigkeitsspringen endete bei einer Mauerhöhe von 2 Metern. Der strahlende Gewinner hieß Kevin Dües, der seinen Wallach Silvertops Sam für den ZRFV Altenberge ins Feld schickte.

Auch am letzten Turniertag wurde Reitsport auf Top-Niveau geboten. Sir Lehmann, geritten von Sandra Münch (RFV Herrieden) gewann die Reitpferdeprüfung, die den Dressurbereich einleitete, während der Reiterwettbewerb dem gastgebenden RFVO Beerfelden einen schönen Erfolg bescherte: Marit Kirchberg gewann mit einer Traumnote von 8,0.

Die Dressurprüfung L-Kandarre ging an Andrea Eck-Zopf auf Chantal 254 (RFV Wald-Michelbach), während sich die Trophäe der ranghöheren M-Klasse Elena Zips vom RFV Rodenstein sicherte.

Auf der Rasenseite der Sportanlage in der Stried war zunächst eine zwei-Phasen-Springprüfung Kl. L angesagt, die Larissa Engel auf Topperino van Driene für den RV Lorch entscheiden konnte. Eine Springprüfung Kl. M gewann Sandra Münch vom RFV Herrieden, die beiden M-Springpferdeprüfungen brachten dem Nördlinger Andreas Brenner und der Nürnbergerin Nicoletta Stein Glück.

Das glanzvolle Turnerfinale war dem großen Preis von Beerfelden vorbehalten und nicht nur Bürgermeister Gottfried Görig hielt den Atem an, als Jürgen Kurz nicht nur das S-Springen mit Siegerrunde gewann, sondern auch noch zum erfolgreichsten Turnierteilnehmer 2013 ausgerufen wurde. So konnte er seinen zweiten Motorroller und quasi als Zugabe einen hochwertigen Rasenmäher als Ehrenpreise mit nach Hause nehmen. Den Roller nutzte er vor dem tobenden Publikum gleich für eine Spritztour über den grünen „heiligen“ Rasen des RFVO Beerfelden.

Von Freitag bis Sonntag waren wieder zahllose ehrenamtliche und professionelle Helfer für den RFVO im Einsatz. Richter, Ansager, Parcoursbauer, Ärzte, Hufschmiede, die Ersthelfer vom DRK, die Mitarbeiter der Stadt Beerfelden, Vereinsmitglieder im Verkauf von Speisen und Getränken sowie auf dem Platz im Parcoursdienst, um nur einige zu nennen. Dazu kommt eine lange Liste an Spendern und Sponsoren, ohne die der Sport heutzutage nicht mehr auskommt. Die Turnierleitung lag in den bewährten Händen von Jürgen Frank und Volker Löb, in der Meldestelle schaffte es Andrea Kunzmann, die Ergebnisse quasi in Echtzeit ins Netz zu stellen.

Als nächstes Highlight peilt der RFVO nun das Jugendturnier am 5. und 6. Oktober an, doch auch der Pferdemarkt 2014 wird bald wieder in den Fokus der Planungen rücken, gilt doch für die Organisation eines Turniers dieser Größenordnung: Nach dem Pferdemarkt ist vor dem Pferdemarkt.

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