Mit Taubenhaus gegen Taubenplage

Taubenhaus

Das Taubenhaus. (Foto: privat)

Buchen. (vw) Wohl jeder kennt die Diskussionen um die Taubenplage in Städten, deren Kotmassen leider auch viele historische Gebäude verunreinigen und auf Dauer auch zerstören. Radikale Lösungen wie  vergrämen, vergiften,  einfangen und einschläfern, kommen für Tierschützer selbstverständlich nicht in Frage, humane Lösungen gibt es nur wenige.

Die humanste und sauberste Lösung ist nach Meinung von vielen Tierfreunden das Einrichten eines Taubenschlages oder Taubenhauses, Anfüttern der Stadttauben und den Austausch der gelegten Eier, damit keine weitere Vermehrung stattfinden kann. Stadttauben brühten bis sechsmal im Jahr mit je zwei Eiern. Viele Großstädte wie Aachen, Augsburg Tübingen oder Aschaffenburg haben mit Taubenhäusern sehr gute Erfolge erzielt.

Auch die Stadt Buchen hat jahrelang überlegt, wie sie die Tauben in den Griff bekommen kann. Viele Möglichkeiten wurden in Erwägung gezogen – ohne Erfolg. Der Tierschutzverein Buchen hat  sich diese Sache im Herbst letztes Jahr ebenfalls angenommen. Auf Grund der günstigen Bedingungen mit Brut-, Futter-, und Trinkmöglichkeit in Buchen, wurde ein Konzept nach Aachener bzw. Augsburger Modell vorgeschlagen, um eine gute Lösung für die Tiere wie auch für die Stadt zu finden.

Im Juni 2013 wurde nach jahrelangen Diskussionen nun endlich etwas für bzw. gegen die Stadttauben von Buchen getan. Der Tierschutzverein Buchen führte eine Bestandsanalyse und Projektplanung durch. Die Schreinerei Häfner baute für die Stadt Buchen das Taubenhaus. Die Zentralgewerbeschule (ZGB) Buchen steuerte rund 55 Sitzbrettchen bei. Der Bauhof war für die Botenplatte und die Nistzellenwand mit rund 70 Nistzellen verantwortlich.




Der Tierschutzverein übernahm die Innenausstattung für rund 250 Euro. Die Aktivgemeinschaft Buchen steuerte für Utensilien rund 100 Euro. Die Tierschutzjugend übernahm die Lackierarbeiten und das Futter kommt von der Zentralgenossenschaft.

Weiterhin übernehmen die Tierschützer die Umsetzung, Betreuung und Fütterung der Stadttauben und die Pflege des Taubenhauses.

Die Tiere werden mit nahrhaftem Futter im Taubenhaus angeboten, damit die Bereitschaft der Tiere dort zu brüten, erheblich steigt. Im Taubenhaus selbst wurden Nistzellen eingebaut, die mit Nistschale und Nesteinlagen etc. ausgestattet sind. Täglich besucht ein Mitglied des Tierschutzvereins das Taubenhaus füllt die Futtertröge auf, entfernt den Nasskot und tauscht die frisch gelegten Eier falls nötig gegen Kunststoffeier aus. Dadurch wird das natürliche Brutverhalten weiterhin gefördert die Nachkommen jedoch kontrolliert und dezimiert.

Das Ziel ist es jetzt, die Taubenpopulation in Buchen tiergerecht auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

Bei diesem Projekt sollen aber auch heimische Wildvögel ebenfalls unterstütz und gefördert werden, es ist vorgesehen, dass um das Taubenhaus noch einige Nistkästen angebracht werden, damit auch Sperlinge und Meisen eine Brutmöglichkeit angeboten bekommen. Diese werden von Biotopschutzbund Walldürn zugeschnitten und von der Tierschutzjugend zusammengebaut und montiert.

Wer das Projekt weiterhin beobachten möchte kann die Entwicklung auf der Homepage des Tierschutzvereins Buchen unter  www.tierschutz-buchen.de -Rubrik: Stadttauben-Projekt verfolgen.

Gerne darf das Projekt mit unterstützt und gefördert werden, um die anfallenden Kosten so gering wie möglich zu halten. Hierfür wurde von dem Tierschutzverein ein Spendenkonto eingerichtet. Gelder die dort einfließen, werden ausschließlich für die Pflege und Fütterung der Tauben und Instandhaltung des Taubenhauses verwendet. Eine Spendenbescheinigung wird auf Wunsch ausgestellt.

Taubenhaus Spendenkonto: Empfänger: Tierschutzverein Buchen und Umgebung e.V. Konto-Nr.: 100 138 61 25 bei der Sparkasse Neckartal-Odenwald (BLZ: 674 500 48)

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