NKG ist landesbeste Schule im Geschichtswettbewerb

Auszeichnung für  Nachbarschaftsgeschichten aus Baden-Württemberg

Kindheit in Zeiten  von Nationalsozialismus und Weltkrieg, die  Anfänge der deutsch – französischen Freundschaft oder die  Auswirkung von Gemeindereformen auf das Leben im Dorf: Eine  große Bandbreite an Themen haben Schüler  aus Baden-Württemberg im  Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten zur Ausschreibung »Vertraute Fremde. Nachbarn in der Geschichte« erforscht.

Nun stehen die Landesergebnisse fest:  17 Beiträge  aus dem  Bundesland werden  mit einem Preis für den Landessieg (je 250 Euro) und 19 Arbeiten mit einem Förderpreis (je 100 Euro) ausgezeichnet. Das  Nicolaus-Kistner-Gymnasium Mosbach  erhält den Preis  als landesbeste Schule (1.000 Euro).  

Ausrichter des Geschichtswettbewerbs ist die Körber-Stiftung, die insgesamt 550 Preise auf Landes- und Bundesebene ausgelobt hat. Geschichten rund um Hilfe, Konflikte und Vorurteile Von September 2012 bis Februar 2013 waren bundesweit mehr als  5.000 Schüler auf historischer Spurensuche. In insgesamt 1.321  Beiträgen zeigen sie, wie vielfältig das Thema Nachbarn ist.» Toleranz und nachbarschaftliches Miteinander sind für die Teilnehmer ein hohes Gut. Vor allem die Integration neuer Nachbarn  bewegte die Teilnehmer«,  sagt Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Bildung der Körber-Stiftung.

Die fünf  besten Beiträge zeichnet  Bundespräsident  Joachim Gauck  auf der Bundespreisverleihung am 13. November  2013 in Schloss Bellevue aus.

Die Preisträger aus der Region:

  • Eine Nachbarschaft im Konzentrationslager von Hannes Jäckle und André Jäckle vom Nicolaus-Kistner-Gymnasium Mosbach, 7. Klasse,  Tutorin: Christine Fischer
  • Zuerst Fremde, dann Nachbarn, dann auch Freunde? Die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg auf engstem Raum von Sophia Hackel und Lea Hackel vom Nicolaus-Kistner-Gymnasium Mosbach, 8. Klasse –  Tutorin Christine Fischer
  • Ein strahlender Nachbar – Leben in der Nachbarschaft eines Atomkraftwerkes am Beispiel Obrigheim von Johanna Hornbach, Theresa Baur vom Nicolaus-Kistner-Gymnasium Mosbach, 9. Klasse, Tutorin Christine Fischer
  • Juden in Bad Mergentheim von Felix Throm vom Deutschorden-Gymnasium Bad Mergentheim, 11. Klasse
  • Die Misshandlung von Regimegegnern und Juden im Craislheimer Schloss am 21. März 1933 von Julian Storz und Felix Fuchs vom Lise-Meitner-Gymnasium Crailsheim, 11. Klasse



Hintergrund:

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland.

Alle zwei Jahre rufen der Bundespräsident und die Hamburger Körber-Stiftung alle Kinder und Jugendlichen unter 21 Jahren zur historischen Spurensuche auf. Zu Rahmenthemen wie »Alltag im Nationalsozialismus«, »Umwelt hat Geschichte« oder »Helden: verehrt – verkannt – vergessen« erforschen die Teilnehmer ein halbes Jahr Geschichte, die an ihrem Wohnort oder in ihrer Region stattgefunden hat.

Der Geschichtswettbewerb will das Interesse junger Menschen für die eigene Geschichte wecken, ihre Selbstständigkeit fördern und ihr Verantwortungsbewusstsein stärken. Wettbewerbsprinzip ist das »Forschende Lernen«. Die Teilnehmer recherchieren in Archiven,
befragen Zeitzeugen und Experten. Anstöße für die historische Spurensuche können Familienfotos, Straßennamen, Gedenksteine oder historische Gebäude sein. Der eigene Wohnort, die Nachbarn, die Eltern und Großeltern werden so zu einem Teil der Geschichte, wie sie nicht im Geschichtsbuch steht. Auf diese Weise machen sich die Wettbewerbsteilnehmer ihr eigenes Bild von der Vergangenheit.

Ausgelobt sind Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von 250.000 Euro. Die Erstpreisträger, die drei besten Tutoren und die Vertreter der erfolgreichsten Schulen auf Landes- und Bundesebene werden vom Bundespräsidenten in Schloss Bellevue empfangen.

Bundessieger können sich für die Teilnahme an Seminaren der Körber-Akademien Junge Talente bewerben und in ein Sonderauswahlverfahren der Studienstiftung des deutschen Volkes einbezogen werden.

Seit Wettbewerbsgründung 1973 durch Bundespräsident Gustav Heinemann und den Hamburger Stifter Kurt A. Körber haben sich über 120.000 junge Menschen mit rund 25.000 Projekten am Geschichtswettbewerb beteiligt.


Infos im Internet:
www.geschichtswettbewerb.de

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