Rektor Karl Völker in den Ruhestand verabschiedet

Waldbrunn. (ma) Kurz vor seinem 63. Geburtstag verabschiedete die Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule in Waldbrunn ihren langjährigen Leiter Rektor Karl Völker. Nach über 40 Jahren des Mitmischens in Sachen Bildung und Erziehung verlässt Völker offiziell am 23. Juli 2013 den Schuldienst und darf dann auf ein erfülltes Dienstleben zurück.

Nach dem Studium in Heidelberg, war er als Lehrer tätig und später fünf Jahre lang Konrektor in Elztal-Dallau. Im Sommer 2003 trat Karl Völker an der Winterhauch-Schule in Waldbrunn die Nachfolge von Rektor Peter Nähr an.

Er fand eine Schule mit enormem Teamgeist vor, wo viel Bildungs- und Erziehungsarbeit geleistet wurde und bis heute noch wird. Die Kinder und Jugendlichen leisteten viel und waren erfolgreich. Viele Veränderungen, darunter der neue Bildungsplan im Jahr 2004 waren zu bewältigen und wurden durch den Einsatz aller Beteiligten erfolgreich umgesetzt. Die Kooperation mit den Eltern war stets gut. Als Kollegium musste den Ansprüchen an eine gute Schule genügen. Über die Jahre zeigten die Rückmeldungen der weiterführenden Schulen in Eberbach und Mosbach, dass dies an der Winterhauch-Schule gelungen war, so Rektor Karl Völker in seiner Rede.

Viele Leuchttürme im Schulalltag, wie die Pausenhofgestaltung, das musikalische Schulcafé, das Zirkusprojekt, die Kinderoper „Peter und der Wolf“ sowie die Erstellung des Schulcurriculums mit dem Profil der Schule, wurden vom Schulleiter gemeinsam mit dem Kollegium und den Eltern geschaffen.

Der demografische Wandel, besonders auch in Waldbrunn und im sogenannten Ländlichen Raum, hinterließ auch auf dem Winterhauch seine Spuren. Die Schülerzahlen fielen unaufhörlich und um die Schulen in Waldbrunn und Limbach zu erhalten, entschloss man sich zum Schuljahresbeginn 2010/2011 zu einer Kooperation mit der Schule am Schlossplatz in Limbach. Die Zusammenarbeit der Schulleiter_innen Rektorin Martina Meixner, Rektor Karl Völker und den Gemeindeverwaltungen von Waldbrunn und Limbach gelang es auch hier gute Arbeit zu leisten und den Schülern auf einem guten Bildungsweg den erfolgreichen Start ins Leben zu ermöglichen.




Schulrat Uwe Wurz entließ Völker anschließend offiziell aus dem Schuldienst. In den folgenden Grußworten dankten Rektorin Martina Meixner und Schulrat Uwe Wurz dem Neu-Pensionär und lobten dessen Verdienst in vier Jahrzehnten pädagogischer Arbeit. Dem schloss sich auch Waldbrunns Bürgermeister Markus Haas an.

Die dienstälteste Lehrerin Monika Westermann würdigte die Arbeit von Rektor Karl Völker im Namen des Kollegiums der Winterhauch-Schule. Sein Tun sein von einem Führungsstil geprägt gewesen, der dem Einzelnen große Freiheiten ließ, wodurch man zur Mitarbeit herausgefordert wurde. Bei Problemen sei es aber nie in Fragen gestanden, dass er als Schulleiter hinter den Kollegen stand und ihnen den Rücken stärke. Aufgrund dieses partnerschaftlichen Umgangs sein man stets engagiert seiner Arbeit nachgegangen, würdigte Monika Westermann ihren „Chef“ Karl Völker.

Die Schüler der Winterhauch-Schule bedankten sich auf ganz eigene Art. Ein Theaterstück der vierten Klassen sowie Lieder und Gedichte der 1. und 2. Klassen sowie der Fünft- und Sechstklässler rundeten die Entlassfeier ab.

Abschließend hob Karl Völker hervor, dass es ihm immer gewesen sei, die ihm anvertrauten Schüler lebensfähig, lebenstüchtig und ausbildungsfähig zu machen. Die Schule sei ein großer Teil seines Lebens gewesen, denn „Lehrer ist man nicht einfach nur so.“

Ruehstand Voelker

Das Bild zeigt von links: Bürgermeister Bruno Stipp (Limbach), Bürgermeister Markus Haas (Waldbrunn), Rektor i.R. Karl Völker, Rektorin Martina Meixner, Schulrat Uwe Wurz sowie in der unteren Reihe Kinder der Grundschule Waldbrunn. (Foto: M. Hofherr)

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