Felsplatte verteuert Neckarsteg erheblich

Haßmersheim. (pm) Ein weiterer Schwerpunkt der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Haßmersheim waren drei Nachtragsangebote der Firma Wolff & Müller für die Errichtung des Haßmersheimer Neckarsteg.

Bedingt durch eine unbekannte Felsplatte in 7 m Tiefe waren teurere Arbeiten zur Herstellung eines Spundkastens erforderlich. Die Kosten dafür belaufen sich zunächst auf 60.000 Euro, werden aber für weitere erforderlichen Arbeiten wohl noch auf rund 200.000 Euro ansteigen.

Wäre bei der Ausschreibung der Baumaßnahme, so Bürgermeister Marcus Dietrich in der Sitzung bekannt gewesen, dass sich in diesem Areal eine Felsplatte befindet, und nicht wie der Gutachter festgestellt hatte, nur lockeres Gestein, dann wären die notwendigen Arbeiten auch entsprechend ausgeschrieben und vergeben worden. Es wäre nicht zu Nachforderungen im Zusammenhang von Nachtragsangeboten gekommen. So macht nun die Baufirma die erhöhten Aufwendungen bei der Gemeinde Haßmersheim geltend.




Den Vertretern des Gemeinderates war es wichtig, dass die Nachträge auch entsprechend durch das Ingenieurbüro und weitere Sachverständige geprüft werden, was vor der Gemeinderatssitzung auch erfolgte. Ferner wurde gefordert, dass die Regressmöglichkeiten gegen den Gutachter geprüft werden soll, dies sah auch Bürgermeister Marcus Dietrich so, weil man sich auf das Gutachten entsprechend verlassen habe, seien nun Mehrkosten entstanden. Eine zentrale Frage war natürlich auch, wie sich die Mehrkosten auf die Förderungen des Nutzen-Kosten-Faktors verteilen.

Zum Thema Förderung führte Bürgermeister Dietrich aus, dass davon auszugehen ist, dass diese baulichen notwendigen Mehrkosten, wie die anderen Baukosten auch, in einer Größenordnung von 80% gefördert werden und lediglich ein Anteil von 20 % den Gemeindehaushalt belasten werde. Eine neue Nachberechnung des Nutzen-Kosten-Faktors gebe es im Moment noch nicht, da zunächst abgewartet werden soll, ob weitere Nachträge bei der Gemeinde eingehen werden bzw. in welcher Höhe die bereits angekündigten Nachträge erfolgen müssen.

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