„Sicher fit unterwegs“ – Mobilität erhalten

Vortrag im Rahmen der Sicherheitswochen Walldürn

Rippberg. Der Erhalt der Mobilität für Senioren stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Sicher fit unterwegs“, die im Rahmen der Sicherheitswochen Walldürn in der Sporthalle in Rippberg vorgestellt wurde.

Bürgermeister Markus Günther begrüßte zu Beginn der Veranstaltung die aus der gesamten Stadt Walldürn angereisten etwa 100 Seniorinnen und Senioren und hob hervor, dass gerade in einem ländlich strukturierten Landkreis, wie dem Neckar-Odenwald-Kreis, die Mobilität ein im Alter besonders hohes Gut an Lebensqualität darstellt. Bürgermeister Günther dankte den beiden Referenten, Jan Reuter von der Central-Apotheke in Walldürn und Albert Ullrich von der Verkehrswacht Buchen für ihre Bereitschaft den Nachmittag zu gestalten. Sein besonderer Dank galt der Kath. Frauenvereinigung Rippberg für die Bewirtung an diesem Nachmittag.

Jan Reuter erläuterte in seinem Vortrag, dass Senioren laut Statistik 44 Prozent aller Medikamente in Deutschland verbrauchen, obwohl sie nur einen Bevölkerungsanteil von 19 Prozent ausmachen. In vielen Fällen ermöglicht die regelmäßige Einnahme von Medikamenten erst die Teilnahme am Straßenverkehr. So kann ein Diabetiker oder ein Bluthochdruckpatient nur am Straßenverkehr teilnehmen, wenn er seine Arzneimittel regelmäßig einnimmt.



Eine große Anzahl von Medikamenten beeinträchtigt allerdings auch die Fähigkeit zum Führen eines Fahrzeugs. An vielen Beispielen verdeutlichte er die Wirkungen der entsprechenden Arzneimittel und deren mögliche Auswirkungen auf den Straßenverkehr. Jan Reuther forderte die Zuhörer eindringlich auf, im Zweifelsfall ihren Arzt oder Apotheker über die Auswirkungen der Medikamente zu fragen.

Nach einer kurzen Pause stellte Albert Ullrich von der Verkehrswacht Buchen die Neuerungen und Änderungen in der Straßenverkehrsordnung sowie bei der Fahrzeugtechnik vor. So erklärte er an Bildern mit örtlichem Bezug das richtige Verhalten im Kreisverkehr, im verkehrsberuhigten Bereich und beim sogenannten Grünpfeil. Weiterhin erläuterte er die entsprechenden Fahrassistenten und deren Wirkungsweisen. Diese Hilfen können, so Ullrich weiter, dazu beitragen zu einer erheblich entspannteren und damit sichereren Fahrweise zu kommen. Zum Schluss seines Vortrags hob er besonders hervor, dass man sich nicht ausschließlich auf diese Assistenten verlassen kann, da beim Ausfall eines dieser Unterstützungssysteme möglicherweise auch andere Systeme betroffen sind.

Am Ende der Veranstaltung dankte der Ortsvorsteher Wolfgang Stich, der auch diesen Nachmittag moderierte, den beiden Referenten für ihre anschaulichen Vorträge, der Kath. Frauengemeinschaft Rippberg für die Bewirtung und den Zuhörern für ihre Aufmerksamkeit. Außerdem bedankte er sich bei Werner Broßmann und Rüdiger Bäuerlein von der Polizeidirektion Mosbach, die mit einem Informationsstand im Foyer vertreten waren.

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