Bernhard Ühlein feiert seinen 60.

Bernhard Uehlein

(Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) „Wir hatten eine tolle Kindheit da draußen beim Sägewerk“, erinnert sich Bernhard Ühlein noch heute gerne an die Abenteuerspiele, die er zusammen mit seinen Geschwistern, Cousins und Cousinen erleben durfte. Natürlich sei von den Kindern auch damals schon erwartet worden, dass sie ihren Verpflichtungen nachkamen, aber diese Erfüllung von „Erwachsenenaufgaben“ habe auch einen stolz gemacht und das Spiel danach sicher nicht getrübt.

Bernhard Ühlein feiert am heutigen Mittwoch im Kreise seiner Familie, Mitarbeiter und Freunden seinen 60. Geburtstag. Er wurde am 24. Juli 1953 als ältestes von sechs Kindern in die traditionsreiche Seckacher Zimmermannsfamilie hineingeboren, und es war „von Anfang an klar“, dass er die seit 1895 bestehende Familientradition fortführen wird. Doch damit hatte er kein Problem. „Es ist ein ebenso harter wie schöner Beruf, der Genauigkeit und Leidenschaft erfordert“, und beides brachte er mit. Darüber hinaus war Vater Berthold, durch dessen harte Schule er nach der mittleren Reife ging, ein strenger und akkurater Lehrmeister.




Das störte Bernhard Ühlein nicht, denn er war sich schon früh bewusst, dass es in einem gut gehenden Handwerksbetrieb zuerst um Qualität geht. Dieses Bewusstsein war ihm praktisch in die Wiege gelegt worden und erleichterte seinen Werdegang als er 1992 ziemlich überstürzt und neun Jahre nach der Meisterprüfung den Betrieb vom Vater aus gesundheitlichen Gründen übernahm. Er kann heute auf einen soliden Handwerksbetrieb mit fünf langjährigen, treuen und absolut zuverlässigen Mitarbeitern im Birkenweg stolz sein. Stolz ist er aber auch auf die vollautomatische, computergesteuerte Abbundanlage, mit der er lange Zeit nach Anschaffung eine Vorreiterrolle in seinem Berufsstand inne hatte. Die ihm aber auch zeigte, wie wichtig es ist, permanent auf dem neuesten technischen Stand und flexibel zu sein.

Viel Freizeit bleibt ihm nicht, aber dann steht für ihn seine Familie mit zwei Kindern, Schwiegerkindern und einem Enkelkind im Vordergrund, für die er zusammen mit Ehefrau Cornelia, geb. Scheurig, bei der Hochzeit 1978 den Grundstein gelegt hatte. Kennengelernt hat sich das Paar im Kinder- und Jugenddorf Klinge, wo Cornelia Ühlein ihre Ausbildung absolvierte. Während ihm hauptsächlich die technische Leitung des Familienbetriebs unterliegt, schmeißt sie den kaufmännischen Part mit Bravour. Doch das macht das Paar nicht allein aus, das in aller Bescheidenheit auch zahlreiche soziale Projekte wie 24-Stunden-Aktionen oder das Projekt mit Vera Int-Veen durchführte.

Und unvergesslich ist Bernhard Ühlein der Bau der Lichtkapelle zwischen Seckach und Bödigheim. Die Zusammenarbeit mit den zwölf amerikanischen Architekturstudenten, die fast täglich die Werkzeuge und technischen Anlagen seiner Zimmerei nutzten, sei unbeschreiblich anregend und harmonisch gewesen und das Ergebnis entsprechend einmalig. Der Kontakt werde bis heute freundschaftlich gepflegt und ganz sicher kommen am heutigen Jubeltag auch einige Glückwünsche aus den Vereinigten Staaten. Unsere Redaktionen schließt sich diesen guten Wünschen nur zu gerne an. 

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