Rektorin Gabriele Wurm-Bussemer verabschiedet

Zeugnisübergabe für die Viertklässler

von Christian Hagenbuch

Abschied Wurm Bussemer

Unsere Bild zeigt die scheidende Rektorin Gabriele Wurm-Bussemer inmitten ihres Lehrerkollegiums, der Elternvertreter und der erschienenen Ehrengäste. (Foto: Christian Hagenbuch)

Großeicholzheim. Dass eine Verabschiedung Freude und Wehmut zugleich beinhalten kann, war am vergangenen Freitagmorgen wieder einmal in der Grundschule Großeicholzheim zu erleben. Beim Abschied von Rektorin Gabriele Wurm-Bussemer nach sieben Jahren fanden Lehrerkollegium, Schüler und Gäste Worte des Lobes und begleiteten das „Kind der Region“, wie Bürgermeister Thomas Ludwig Gabriele Wurm-Bussemer nannte, angesichts des Wechsels nach Den Haag mit Botschaften der Dankbarkeit für die geleistete Arbeit und Verständnis für das Ergreifen einer neuen beruflichen Herausforderung. An der Deutschen Internationalen Schule wird die allseits Geschätzte nun lehren, doch zuvor war noch Zeit und Platz für eine Feier, bei der die Gemeinschaft der Schulfamilie großgeschrieben wurde. Zudem erhielt die vierte Klasse inklusive der Außenklasse der Alois-Wißmann-Schule Buchen die Abschlusszeugnisse.

Zur Eröffnung zeigten die Schüler der Klassen 1 bis 4, wie es aussieht „Wenn ich glücklich bin…“. Frau Wurm-Bussemer übernahm dann selbst die Begrüßung aller Anwesenden und verabschiedete ihre „liebe vierte Klasse“. Entlang der Sinnbilder „Wurzeln schlagen und Flügel ausbilden“ blickte sie auf die Schulzeit ihrer Eleven zurück. Nach zwei nicht unproblematischen Anfangsjahren habe der gemeinsame Landschulheimaufenthalt als positive Gruppenerfahrung dazu geführt, „dass ihr auch in meinem Herzen Wurzeln geschlagen habt“, bekannte sie. „Aber jetzt, fliegt!“. Es folgte die Aushändigung eines Erinnerungsbüchleins aus jener Zeit, gefolgt von der Zeugnisausgabe in Form eines jeweils individuellen Schülerrätsels.




Dann ließ die Klasse 3 die „Grundschulzeit“ in Buchstabenform vorbeiziehen, während der von allen vier Klassen vorgetragene Kanon „Bruder Jakob“ bereits internationale Sprachelemente unter die startklaren Schwingen von Wurm-Bussemer schickte.

Bürgermeister Ludwig führte in seinem Grußwort die jungen Schulabgänger und die scheidende Rektorin unter dem Dach der Schulfamilie zusammen. Die einen hätten „ein wichtiges erstes Etappenziel des Lebenswegs bewältigt“, auf die andere warte nun „der Sprung in die große weite Welt“. Beispielhaft für die zurückliegende, erfolgreiche Zeit erinnerte das Gemeindeoberhaupt an die Gründung des Fördervereins, den Gabriele Wurm-Bussemer stark in das schulische Leben einbezogen habe. Die Errichtung der Spiellandschaft im Schulhof sei eines der Resultate.

Kinder und Erzieherinnen des Kindergartens brachten nun ein Lied und symbolische Gaben von Regenbogen bis Herz dar. Pfarrer Ingolf Stromberger konnte anhand der Erfahrungen seiner eigenen Familie feststellen: „Man spürt, hier gehen Kinder gerne zur Schule“. Nachfolgend freute sich die erste Klasse in Reimform über „10.000 große Pausen“, ehe Selma Troißler für den Förderverein „Danke für Ihr wunderbares Engagement“ sagte.

Die Klassen 1 und 2 entführten das Publikum anschließend mit der Tanzdarbietung „Los Carnevales del Peru“ in südamerikanische Gefilde. Für den Elternbeirat bescheinigte Diana Vogt, dass Gabriele Wurm-Bussemer „sieben Jahre prägend tätig war“. „Diese Zeit wird durch Ihre Zuverlässigkeit unvergesslich bleiben“. Zwei kleine Gedichte sprachen in der Folge die Schüler der Außenklasse, bis schließlich die designierte Amtsnachfolgerin Marlies Herold-Schmidt das Wetter zur Abwechslung „nachhersagte“: „Mit dem Amtsantritt von Gabriele begann ein heftiger Wind der Veränderung zu wehen, der uns alle mitriss. Flexibilität war das Gebot der Stunde“. Passend dazu schloss das Programm mit dem eigens umgetexteten Lied „Windmühle, Windmühle, dreh dich im Wind“ aus den Kehlen aller Klassen.

Ausgangs bedankte sich Wurm-Bessemer für eine „schöne, intensive Zeit“, die sie mit einer Einladung nach Den Haag verband. Auf die dortige Aufgabe freue sie sich bereits. „Es ist ein sehr renommiertes Institut mit über 150-jähriger Tradition. Die Schüler aus rund 40 Nationen kommen oftmals von großen Firmen oder Behörden wie z.B. dem Internationalen Patentamt. Der Schulbesuch kostet 700 Euro im Monat, entsprechend anspruchsvoll werden die diversen Interessengruppen sein. Mein Vertrag läuft auf drei Jahre mit Option auf bis zu acht. Ich freue mich, noch einmal etwas Neues machen zu können und dann gleich so eine Chance zu bekommen“.

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