Spannende Informationen und viele Fragen

Zweite Auflage der „Kinderhochschule Medizin“ der Neckar-Odenwald-Kliniken wieder ausverkauft

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(Foto: pm)

Buchen/Mosbach. (pm) „Bekommt ihr eigentlich Ärger, wenn jemand nicht mehr aufwacht?“ – genau diese direkten Fragen der Kinder sind es, die Vorträge bei der „Kinderhochschule Medizin“ so spannend machen. Privatdozent Dr. Harald Genzwürker, Chefarzt an den Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen und Mosbach, freute sich als Initiator dieser Ferienaktion für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren über das große Interesse, denn auch im zweiten Jahr konnte mit neuen Themen wieder „ausverkauft“ gemeldet werden. Das bedeutet, dass sich an den beiden ersten Ferientagen vormittags jeweils 120 Kinder auf den Weg in die Buchener Stadthalle machten, während nachmittags genau so viele junge „Studenten“ im Mosbacher Ärztehaus an der dortigen Klinik zusammen kamen. An jedem Tag gab es an beiden Veranstaltungsorten zwei Vorträge mit reichlich Informationen rund um den Körper und den Medizinbetrieb. Nach allen Referaten hatten die Teilnehmer ausgiebig Gelegenheit, Fragen zu stellen – und da fiel ihnen eine ganze Menge ein.

Den Auftakt machte Genzwürkers Vortrag „Wie macht der Narkosearzt dass man schläft?“, in dem er anschaulich an einem Fallbeispiel die Abläufe vor, während und nach der Narkose und der Operation in kindgerechter Weise darstellte. Natürlich durfte auch das Anlegen der korrekten OP-Kleidung nicht fehlen, das mit einigen Kindern geübt wurde. Der zweite Vortrag am ersten Tag der Kinderhochschule ging der Frage nach, was alles passieren muss, um „Von der Apfelschorle zum Urin“ zu kommen. Dr. Pia Hamm, Nephrologin oder Nieren-Fachärztin am Shuntzentrum der Neckar-Odenwald-Kliniken in Mosbach, beleuchtete die wichtige Funktion der beiden Entgiftungsorgane. Dabei durften natürlich auch Live-Ultraschalluntersuchungen zum Abschluss des Vortrages nicht fehlen, bei denen die Nieren und der Füllungsstand der Blase einiger Freiwilliger auf der Großleinwand begutachtet werden konnten.




Am zweiten Veranstaltungstag ging es zunächst um die Frage „Wie wächst das Baby im Bauch?“. Dr. Susanne Fischer von der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe zeigte anschaulich, wie in neun Monaten aus einer winzigen Eizelle ein kleiner Mensch heranwächst. Auch hier kam wieder der Ultraschall zum Einsatz, denn Karen Genzwürker hatte sich bereiterklärt, einen Blick auf ein echtes Baby in der 31. Schwangerschaftswoche zu ermöglichen. Einige Kinder durften auch selbst gemeinsam mit Dr. Fischer „schallen“ und fanden das Köpfchen, Arme oder Bein, während die übrigen auf der Leinwand zuschauen konnten. Der anschließende Vortrag von Dr. Reiner Stupp, Leiter der Notaufnahme am Mosbacher Krankenhaus, und Dr. Isabell Klopsch aus der dortigen Chirurgie „Vom Baby zum Erwachsenen“ beschäftigte sich mit dem Wachstum nach der Geburt bis ins hohe Alter. „Da geht es dann auch wieder ein wenig rückwärts, weil die Bandscheiben schrumpfen“, wussten die beiden zu berichten. Außerdem zeigten sie unter anderem, wie man aus der Größe der Eltern errechnen kann, wie groß man selbst voraussichtlich wird.

Für die Begleitpersonen wurden an beiden Veranstaltungsorten die Vorträge live in separate Räume übertragen. Von diesem Angebot machten zahlreiche Eltern und Großeltern Gebrauch und mussten danach zugeben, dass auch sie noch Einiges dazu gelernt haben.

In den Pausen gab es dank einiger Sponsoren Getränke und Brezeln, damit nicht nur der Wissenshunger gestillt werden konnte. Die erhobenen Eintrittsgelder oder vielmehr Spendenbeiträge kommen nämlich dem Ambulanten Kinderhospizdienst Neckar-Odenwald-Kreis e.V. zu Gute, dessen Vorsitzender Jürgen Kriege sich über eine Summe von mehr als 1.000 Euro freuen durfte, da etliche Eltern den Betrag von 2 Euro pro Tag freiwillig erhöhten.

„Alle Mitwirkenden sind begeistert von der großen Begeisterungsfähigkeit der Kinder – deshalb planen wir jetzt schon für die neuen Vorträge am 31.07. und 01.08.2014“, so Genzwürker. Aktuelle Informationen sowie Bilder aus diesem und dem letzten Jahr finden sich auf der Homepage www.kinderhochschule-medizin.de .

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(Foto: pm)

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