Konzertierte Aktion für Ortsumfahrung Hardheim

Hardheim. „Verschonen Sie mich bloß mit Argumenten, meine Meinung steht schon fest“? Genau so soll es definitiv aber nicht sein, wenn das Land Baden-Württemberg im September seine Maßnahmenliste zur Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans beschließt und nach Berlin weiter meldet. Deshalb haben die Gemeinde Hardheim und der Neckar-Odenwald-Kreis jetzt noch einmal eine konzertierte Aktion gestartet, um die dringend erforderliche Ortsumfahrung Hardheim (B 27) doch noch in das Programm zu bringen.

„Gemeinsam für den Bau der Umgehungsstraße Hardheim B 27“ heißt das anschauliche Positionspapier, das Bürgermeister Heribert Fouquet und Landrat Dr. Achim Brötel gemeinsam unterzeichnet haben und in dem noch einmal alle wichtigen Argumente, die für den Bau der Ortsumfahrung sprechen, in komprimierter Form zusammengefasst werden – von der Konversion über den überproportionalen Schwerlastverkehr bis hin zur wirtschaftlichen Bedeutung. „Wir wollen uns nicht weiterhin mit stereotypen Begründungen abspeisen lassen“, so Fouquet und Brötel, die gemeinsam mit der IHK Rhein-Neckar schon seit langem dafür kämpfen, dass die Ortsumfahrung Hardheim, die bisher im Bundesverkehrswegeplan enthalten war, dort auch künftig enthalten ist – und zwar als vordringliche Maßnahmen mit Planungsfreigabe.

Jeder, der das Positionspapier liest, müsse sich auch inhaltlich mit den dort durch zahlreiche Fakten hinterlegten Aspekten befassen. Wenn das tatsächlich geschehe, spreche aber alles dafür, die Ortsumfahrung Hardheim zu bejahen.

Adressat des Positionspapiers ist insbesondere Minister Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen) vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, in dessen Haus die Maßnahmenliste des Landes federführend erstellt wird. Die Vertreter aus Hardheim und aus dem gesamten Neckar-Odenwald-Kreis blicken deshalb jetzt gespannt nach Stuttgart, wie man die Dinge dort am Ende bewerten wird.




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