„Europa nicht den Populisten überlassen“

Überparteiliche Europa Union will den Wert der europäischen Einigung darstellen.

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) In einer Vorstandssitzung der überparteilichen Europa Union gab Kreisvorsitzender Karl Heinz Neser einen Rückblick auf die Arbeit des vergangenen Jahres. Außerdem befasste man sich mit den Planungen für das Europawahljahr 2014. Ziel ist, die vorhandene Wahlmüdigkeit bei der Europawahl zu bekämpfen und den Wert der europäischen Einigungsidee darzustellen.

Auf zahlreiche „Highlights“ im vergangenen Jahr erinnerte Vorsitzender Neser: im Januar die Festveranstaltung mit der Stadt Mosbach zum 50-jährigen Bestehen des Deutsch-französischen Freundschaftsvertrags, im Mai und Juni die Preisverleihungen zum Europäischen Wettbewerb an den Schulen in Hardheim, Mosbach und Osterburken und die Ausstellung von Preisträgerarbeiten in der Sparkasse in Buchen und im November die Ausstellung über „Adenauer – de Gaulle: Wegbereiter deutsch-französischer Freundschaft“ in der Volksbank Mosbach. Dazwischen besuchte der Vorsitzende des Europaausschusses des Deutschen Bundestags Günther Krichbaum MdB den Kreis und stellte sich den Fragen von Schülern der Ludwig-Erhard-Schule.




Auch im neuen Jahr steht zunächst der Europäische Wettbewerb an den Schulen im Vordergrund. Gerade im Blick auf die Europawahl erhofft man sich eine Steigerung der Teilnehmerzahlen. Neser wies darauf hin, dass nun auch Online-Anmeldungen der Schulen über die Homepage www.europa-zentrum.de/ewbw möglich sind. Außerdem will die Europa Union wieder ein Podiumsgespräch zur Europawahl anbieten.

Im Vorfeld der Europawahl sei es wichtig aufklärend zu wirken. Es stehe nicht Europa zur Wahl, denn bei allen Problemen, über die geredet werden muss, gehe es nicht um die europäische Integration. Deshalb dürfe man das Feld weder den Euroskeptikern, noch den Populisten überlassen, die ihr „nationales Süppchen kochen“ wollen. In dem geschichtsträchtigen Jahr 2014 – 100 Jahre Erster Weltkrieg und 75 Jahre Zweiter Weltkrieg – müsse man sich bewusst machen, dass die europäische Integration eine Wiederholung solcher Katastrophen verhindert hat. Neser teilte abschließend mit, dass die auch in unserem Raum bekannte Europaabgeordnete Evelyn Gebhardt den Landesvorsitz der Europa Union übernommen hat, nachdem der bisherige Landesvorsitzende Rainer Wieland Bundesvorsitzender wurde; außerdem ist die neugewählte Bundestagsabgeordnete Margarete Horb der Europa Union beigetreten.

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