„Lightseeing“ lässt Augen leuchten

Das 3D-Lichterfestival in Hirschhorn zog mehr als die erwarteten 10.000 Besucher an – Wiederholung Ende dieses Jahres ist angedacht

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Zum Lightseeing-Abschluss begeisterten neue Elemente in der 3D-Videomapping-Show noch einmal die Besucher aus nah und fern in Hirschhorn. (Foto: Kevin Jung)

Hirschhorn. 10.000 Besucher waren das Ziel für das außergewöhnliche fünfwöchige Lichterfestival „Lightseeing Hirschhorn“. Und die wurden mehr als erreicht, hat Initiator Rolf van den Berg von der Altstadt plus GmbH hochgerechnet. An den sechs Wochenenden ab Ende November drängten sich die Gäste teilweise dicht an dicht auf dem Marktplatz, wo die 3D-Videomapping-Show jeweils von Freitag bis Sonntag viermal am Abend stattfand. Dazu waren Altstadt und Lokale zu dieser Zeit meist „gestopft voll“. Besonders am letzten Veranstaltungs-Sonntag, als die Show mit neuen Elementen unter dem Motto „Lightseeing 2014“ noch einmal gezeigt wurden, platzte die Stadt aus allen Nähten.  Somit ging für van den Berg der Slogan von Altstadt plus, „Wir beleben Hirschhorn“, in Gänze auf.

Durchweg positiv ist auch das Fazit der Gewerbetreibenden und der Gastronomen, die sich als Sponsoren in das erstmals stattgefundene, 50.000 Euro teure Projekt zur Advents- und Weihnachtszeit eingebracht hatten. „So viel Gäste von auswärts waren in diesen Wochen noch nie in Hirschhorn zu sichten“, lautete der einhellige Tenor. Gewerbeverein und Stadtverwaltung Hirschhorn als Mitveranstalter sind vollauf zufrieden mit dieser besonderen und für die hessische Neckarstadt bis dato einzigartigen Aktion.




Als Werbung für den Frühling und den Sommer sei die Aktion Gold wert, betont Rolf van den Berg. Denn zahlreiche Besucher aus der Metropolregion und auch aus dem Mosbacher oder Heilbronner Raum kannten die „Perle des Neckartals“ bisher allenfalls vom Vorbeifahren auf der B37. Einmal dort zu „Lightseeing“ gewesen, waren sie von der historischen Altstadt und dem harmonischen Ensemble mit Schloss und Karmeliterkloster so angetan, dass sie gleich ankündigten, zu einer anderen Jahreszeit wiederkommen zu wollen.

Rolf van den Berg lobt im Nachklapp das gute Zusammenspiel aller Beteiligten. Ohne die Unterstützung der Sponsoren wäre das einzigartige Projekt gar nicht möglich gewesen, betont er. Er hoffe, sie auch für eine Neuauflage Ende dieses Jahres wieder mit im Boot zu haben. Dann kann er sich einen Ausbau der Lichtelemente auf die ganze Stadt mit verschiedenen Stationen vorstellen, quasi ein „Licht-Parcours“ quer durch Hirschhorn. Wobei dies natürlich – wie alles – eine Geldfrage sei und man hierbei darauf angewiesen sei, genügend Geldgeber an Bord des Lichterschiffs zu haben. Besonderen Fokus möchte van den Berg bei einer möglichen Erweiterung auf die Illumination der Schleusentürme legen.

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Außergewöhnlich war die Beleuchtung Hirschhorns in den fünf Wochen ab Ende November anlässlich des Lichterfestivals „Lightseeing“. Foto: Rainer Mathes

Bei Anwohnern und Helfern bedankt sich van den Berg ebenso, dass diese an den sechs Aktions-Wochenenden gut mitgezogen hätten. Nicht zuletzt sei ein Erfolg von „Lightseeing“ auch erst durch die breite Berichterstattung in den Medien möglich gewesen, die das Lichterfestival in der ganzen Metropolregion und darüber hinaus publik machten. Die Gäste seien von der Beamer-Show – durch die Bielefelder Firma TNL konzipiert – begeistert gewesen. Van den Berg zählt nur ganz wenige kritische Stimmen, auf die man konstruktiv reagiert habe.

Für Hirschhorn wurde durch TNL nur neuste Technik aufgefahren, die vorher etwa in London zum Einsatz kam. Der 70.000 Euro teure Beamer war als Modell eigens für die Eröffnung der olympischen Spiele 2012 in London gebaut worden. „Den gab es vorher nicht“, so van den Berg. Er bringe eine Leistung von 20.000 Lumen. Vier hochwertige Xenon-Lampen mit einer Lebensdauer von lediglich 2000 Stunden kämen zum Einsatz. Womit sich Hirschhorn – beamertechnisch – auf einer Stufe mit Olympia 2012 fühlen durfte.

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Foto: Kevin Jung

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