Weniger Komasäufer im Neckar-Odenwald-Kreis

Neckar-Odenwald-Kreis. 2012 kamen 65 Jugendliche mit Alkoholrausch ins Krankenhaus – DAK-Kampagne „bunt statt blau“ startet zum 5. Mal im Neckar-Odenwald-Kreis

Alkohol bis zum Abwinken: Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt bundesweit ein Problem. Im Neckar-Odenwald-Kreis ging die Zahl jugendlicher Komasäufer allerdings zurück. Im Jahr 2012 kamen nach Informationen der DAK-Gesundheit 65 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Laut aktueller Landesstatistik nahm die Zahl der Betroffenen hier im Vergleich zu 2011 um 5,8 Prozent ab.

„Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist ein Alarmzeichen. Unser Ziel ist eine langfristig positive Entwicklung“, sagt Ludger Geier von der DAK-Gesundheit. In den vergangenen elf Jahren hatten die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen in unserer Region um 66,7 Prozent zugenommen.“ Auch landesweit gab es in diesem Zeitraum eine Verdopplung der stationären Einlieferungen.




Um ein Zeichen gegen das Rauschtrinken zu setzen, startet die Krankenkasse DAK-Gesundheit jetzt zum 5. Mal ihre Präventionskampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“. Bundesweit werden mehr als 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen, davon zahlreiche Schulen im Neckar-Odenwald-Kreis. Schirmherrin ist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Im Neckar-Odenwald-Kreis unterstützt Landrat Dr. Achim Brötel und Herr Werner Broßmann von der Kommunalen Kriminalprävention die Aktion Auch die erfolgreiche Band „Luxuslärm“ beteiligt sich 2014 an der Kampagne.

Seit 2010 wurden beim mehrfach ausgezeichneten Wettbewerb „bunt statt blau“ bereits 52.000 Schüler mit ihren Plakaten zu Botschaftern gegen das Komasaufen. „Wenn Jugendliche im Kampf gegen Alkoholmissbrauch selbst Farbe bekennen, ist das besonders glaubwürdig“, so Ludger Geier. „Wir hoffen, dass viele Schulen das Thema auf den Stundenplan setzen.

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