Notfallrucksack für die FFW Reisenbach

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Die FFW Reisenbach mit ihrem selbst beschafften Defibrillator zusammen mit Norbert Ziegeler und dem Ehepaar Cichy bei der Übergabe des Notfall-Rucksacks und der Rollups und vor der Schulung. (Foto: Liane Merkle)

Reisenbach. (lm) Nachdem die Floriansjünger der Abteilungswehr in Reisenbach aus eigenen  Mitteln vor kurzem einen Defibrillator , auch Herzstarter genannt, beschafft hatten, konnte Abteilungskommandant Rainer Schäfer am vergangenen Wochenende noch eine Gemeinschaftsspende von Norbert Ziegler und dem Ehepaar Cichy in Form eines gefüllten Notfallrucksackes mit Sauerstoff in Empfang nehmen. Rainer Schäfer meinte dankbar dazu, dass man sich wohl bewusst sei, dass die eigentlich vorgeschriebenen Verbandskästen auf den Einsatzfahrzeugen lediglich Minimalanforderungen genügen, weil sich ihr Inhalt nur auf Verletzungen bezieht. Bei Wiederbelebungen mit oder ohne Defibrillator oder bei schwerer Atemnot sind sie unbrauchbar.

Wie Norbert Ziegeler – „Ex“-Schloßauer und jetzt in Norwegen lebend – als Fachmann im Rettungswesen und Kenner der lokalen Verhältnisse betonte, sollte sich die grundlegende Ausbildung der Rettungskräfte, Feuerwehren, Polizeibeamten und Ersthelfer heute nach den Erkenntnissen der modernen Notfallmedizin richten. „Je schneller ein Ersthelfer mit dem lebensrettenden Equipment zur Stelle sein kann, desto besser das Outcome für den Betroffenen“. Insbesondere dann, wenn die geografische Lage am äußersten Zipfel eines Rettungsdienstbereiches liegt, wo auf Grund der langen Anfahrtszeit, die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist unweigerlich überschritten werde.




Ziegeler zeigte sich so begeistert von der Reisenbacher Initiative, dass er dafür sorgte, dass die Reisenbacher Wehr nicht nur einen identischen Rucksack wie die befreundete Nachbarwehr in Schloßau, sondern gleichfalls von ihm einen Unterrichts-Rollup mit Handlungsanweisungen bei einem plötzlichen Herzunfall und natürlich ein Gratis-Weiterbildungsseminar für die richtige Handhabung der Gerätschaften bekommen konnte.

„Die persönliche Sicherheit, Gesundheit und Wohlergehen unserer Ferien- und Tagesgäste liegt uns besonders am Herzen“, betonte Helmut Cichy, Inhaber des beliebten Landgasthofes „Zum Grund“. Ihm war es daher ein besonderes Anliegen, sich bei der Anschaffung des Notfallequipments finanziell zu beteiligen.

„Es ist schön, dass wir so im Notfall Dank unserer gut ausgebildeten Reisenbacher Wehr schnelle Erste Hilfe bis zum Eintreffen des Notarztes einleiten können“, ergänzte Gudrun Cichy die Beweggründe für eine Beteiligung an den nicht geringen Anschaffungskosten. Mit dem neuen Defibrillator und Notfallrucksack kann die Reisenbacher Wehr vielfältige Aufgaben in ihrem Bereich wahrnehmen. Nicht zuletzt sind die neuen Ausrüstungsgegenstände  auch Ansporn und Motivation in der Jugendfeuerwehr – und als wichtigsten Plus führte Ortsvorsteher Günter Baunach an, dass die Reisenbacher Wehr durch diese großzügige Spende und durch Eigeninitiative technisch und ausbildungstechnisch immer auf dem neuesten Stand und für die Mitbürger da ist.

Insgesamt sind in der Gemeinde Mudau aktuell vier Defibrillatoren vorhanden, die öffentlich zugänglich bei der Volksbank Franken in Mudau, der Feuerwehr in Reisenbach und bedingt zugänglich im Sportheim des FC Schloßau sind. Mit dem vierten Geräte arbeitet die Mudauer Helfer-vor-Ort-Gruppe.

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