Saleha aus Afghanistan in Mosbach behandelt

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Chefarzt Dr. Gritzbach mit Saleha, einem siebenjährigen afghanischen Mädchen, das durch die Vermittlung von „Friedensdorf International“ in den Neckar-Odenwald-Kliniken erste medizinische Hilfe erfahren hat. (Foto: LRA)

Mosbach. (lra) „Kinder liegen mir besonders am Herzen“, sagt Chefarzt Dr. Bernd Gritzbach von den Neckar-Odenwald-Kliniken. Es ist naheliegend, dass sich der Orthopäde und Unfallchirurg, der an beiden Standorten in Mosbach und Buchen arbeitet, aus diesem Grund unter anderem auch auf Kindertraumatologie spezialisiert hat – also die Behandlung von Kindern bei Verletzungen wie Knochenbrüchen oder schweren Mehrfachverletzungen, die sich im Rahmen von Unfällen beim Sport, in der Schule oder Kindergarten, im Straßenverkehr und im häuslichen Umfeld ereignen.

Dieses besondere „Händchen“ für Kinder, das Dr. Gritzbach sich im Übrigen mit den Kollegen Dr. Reiner Stupp und dem Leitenden Oberarzt Thomas Seeböck-Göbel teilt, hat sich bis zum „Friedensdorf International“ herum gesprochen. Diese Kinderhilfsorganisation mit Sitz in Oberhausen, die 1967 gegründet wurde, arbeitet unabhängig, überparteilich und überkonfessionell und bringt kranke oder schwerverletzte Kinder aus Krisengebieten, in denen ihnen medizinisch nicht geholfen werden kann, nach Deutschland, wo sie kostenlos behandelt werden.

Eines dieser Kinder ist Saleha, ein sieben Jahre altes, schwer krankes Mädchen aus Afghanistan. Wegen großer Schmerzen im Oberschenkel konnte sie nicht mehr laufen und war auf einen Rollstuhl angewiesen. Ohne Eltern kam sie gemeinsam mit einer Gruppe von ungefähr 100 weiteren Kindern nach Oberhausen – und von dort nach Mosbach zu Dr. Gritzbach. Der diagnostizierte eine komplizierte Infektion im Oberschenkelknochen und konnte dem Mädchen durch eine spezielle Behandlung eine erste Linderung verschaffen.

„Zumindest kann sie jetzt mit Krücken wieder fast schmerzfrei gehen“, so Dr. Gritzbach. Auf der Entbindungsstation, wo Saleha während des stationären Aufenthaltes lag, war sie sehr schnell  der Liebling aller. Dann ging es zurück ins Friedensdorf nach Oberhausen, wo sie weiter medizinisch betreut wird und sich erholen kann. In Kürze wird Saleha aber noch eine größere Operation über sich ergehen lassen müssen. Wo das geschehen wird, steht noch nicht fest, denn die Organisatoren im Friedensdorf müssen für jedes Kind und für jede Operation den passenden Spezialisten finden und die Zusage des Krankenhauses, dass die Behandlung dort kostenlos erfolgen kann.

Saleha soll im Übrigen nicht das letzte Kind gewesen sein, das über diese Schiene in den Neckar-Odenwald-Kliniken behandelt wurde. „Wenn ich da helfen kann und darf, dann bin ich jederzeit gerne dazu bereit“, so Dr. Gritzbach.

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2 Kommentare

  1. Bravo, solche Ärzte brauchen wir! Wir selbst haben Dr. Gritzbach persönlich kennengelernt und auch wir sind von ihm und seiner Arbeit begeistert. Bewahren Sie sich diese Bodenständigkeit, diese macht Sie außergewöhnlich Dr. Gritzbach !!!

  2. Feine Sache 🙂 Erst bomben wir sie ins Mittelalter zurück und dann ergötzen wir uns an unserer Güte und Wohltätigkeit. Schön wenn man zu den Guten gehört 🙂

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