MdB Warken: „Konversion als Chance“

Beim Walldürner Bürgermeister Markus Günther informiert – Klare Absage an „ideologische“ Gemeinschaftsschule 

Walldürn. (pm) Als Bundestagsabgeordnete möchte ich natürlich aus erster Hand erfahren, was in den Städten und Gemeinden im Neckar-Odenwald-Kreis und im Main-Tauber-Kreis aktuell ansteht. Ohne permanente Rückkopplung an die Heimat agiert man in Berlin im luftleeren Raum. Das möchte ich vermeiden, denn das hilft niemanden“, so die 35-jährige Bundestagsabgeordnete Nina Warken bei ihrem Antrittsbesuch beim Walldürner Bürgermeister Markus Günther. Dieser hatte sich gerne Zeit genommen, um die Bundestagsabgeordnete über die aktuellen Entwicklungen in der Garnisons- und Wallfahrtsstadt zu informieren.

Dabei zeichnete der Bürgermeister ein durchweg positives Bild der Entwicklungen in den vergangenen Jahren. Die vor einigen Jahren sehr schwierige Haushaltssituation hätte sich in den vergangenen Jahren durch konsequente Sparpolitik entspannt, wobei Günther jedoch deutlich machte, dass man strukturell noch keineswegs „über dem Berg sei“.

Für den Tourismusstandort Walldürn blickte Günther positiv in den Zukunft. So hätte unter den Pilgern inzwischen ein echter Generationswechsel stattgefunden. „Das macht uns Hoffnung, dass auch in den kommenden Jahren die Zahl der Pilger, die an der  Wallfahrt „Zum Heiligen Blut“ teilnehmen, mindestens konstant bleiben wird.“

Beeindruckt zeigte sich Warken davon, wie man in Walldürn mit dem Thema Konversion umgeht. So berichtete der Bürgermeister, dass man auf den Bundeswehrflächen im Raum Hardheim-Walldürn sich im Rahmen des Konversionsentwicklungskonzeptes im Bereich Erneuerbare Energien und internationale Fortbildung gute Projekte vorstellen könne. Damit wolle man aus der schwierigen Aufgabe Konversion eine echte Chance für die Region machen. „Die Facharbeiterausbildung in Deutschland genießt weltweit einen ausgezeichneten Ruf, davon möchten wir profitieren und gleichzeitig mithelfen, dem Facharbeitermangel im ländlichen Raum entgegenzusteuern“, so Günther. Walldürn solle somit in naher Zukunft gerade auch für ausländische Auszubildende aus Fernost ein lohnenswertes Ziel werden. „Natürlich ist es entscheidend, dass unsere heimischen Firmen hierbei mitziehen. Nach den ersten Gesprächen bin ich aber sehr guter Dinge“, berichtete Bürgermeister Günther weiter.

Erfreut zeigte sich Warken darüber, dass man sich in Walldürn bei der Schulpolitik nicht von den Versprechungen der grün-roten Landesregierung bezüglich der Gemeinschaftsschule ködern lasse. „Die ganze einseitige Förderung der Gemeinschaftsschulen ist doch rein ideologisch motiviert. Dem Praxistest hat dieses Modell doch noch nirgendwo in Deutschland standgehalten. Sowohl aus pädagogischer Sicht als auch als Mutter von zwei kleinen Kindern ist für mich klar, dass ich dieses Experiment meinen Kindern sicher nicht antun werde“, so Nina Warken.  

Zum Abschluss des Gesprächs bedankte sich die Bundestagsabgeordnete herzlich bei Bürgermeister Günther. „Ich mir sicher, dass Walldürn auf dem richtigen Weg ist. Wer innovative Ziele hat, der braucht manchmal eben auch ein gutes Händchen. Gerade das Thema Konversion ist hier in Walldürn ein unglaublich spannendes Projekt, das ich gerne weiter mit begleite. Meine Tür in Berlin steht für Bürgerinnen und Bürger genauso wie für die Stadt selbst natürlich jederzeit offen“, so MdB Nina Warken.  

 

 

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