Stechert investiert 1,5 Millionen Euro in Höpfingen

Modernes, vollautomatisches Hochleistungs- Bearbeitungszentrum für weltweit einzigartige, patentierte Podestsysteme aus Gipsplatten

Schlempertshof 1971 klein

Das neue Verwaltungsgebäude der Stechern-Gruppe auf dem Schlempertshof.  (Foto: pm)

Höpfingen. (pm) Nach Abwägung aller Fakten hat sich die Stechert-Gruppe endgültig für Höpfingen als Standort neben Wilhermsdorf und Trautskirchen in Franken sowie Gößnitz in Thüringen entschieden. Im Neckar-Odenwald-Kreis werden die weltweit einzigartigen, patentierten Podest-, Wand-, Boden-, Fassaden- und Tribünen-Systeme aus Gipsplatten produziert.

Dazu erwarb das Stechert-Tochterunternehmen STW in Höpfingen am Mantelsgraben die Hallen der Firma Egid Münch. Auf einer Grundfläche von über 2.400 Quadratmetern entstand in den zurückliegenden Wochen und Monaten mit fünf computergesteuerten CNC-Maschinen ein hochmodernes, vollautomatisches Hochleistungs-Bearbeitungszentrum für Gipsplatten sowie ein großzügiges Lager und Versandzentrum. Die Maschinen der neuesten Generation sind konfigurierbar für höchste Qualität und perfektes Finish sowie Zuverlässigkeit und er- möglichen die Bearbeitung von großen Werkstückstärken und komplexen Geometrien.

Zur Zeit werden dort Podestsysteme für insgesamt neun Hörsäle der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) gefertigt. Die RWTH Aachen gehört mit ihren 260 Instituten zu den führenden europäischen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen.

Die Planung und Berechnung der Statik für alle Projekte erfolgen im ehemaligen Störzer-Verwaltungsgebäude auf dem Schlempertshof, das von Grund auf saniert wurde und nun in neuem Glanz erstrahlt. Das etwa 3000 Quadratmeter große Areal befindet sich ebenfalls im Besitz der STW.

Insgesamt investierte die Stechert-Gruppe bisher etwa 1,5 Millionen Euro in Höpfingen und bietet knapp 40 Arbeitsplätze. Mittelfristig ist daran gedacht, den Standort weiter auszubauen. Denn die STW erlebt gegenwärtig europaweit einen wahren Auftragsboom im zweistelligen Millionenbereich. Diese außergewöhnliche Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende. Die Unternehmensgruppe besitzt ein imposantes Potenzial, das weiteres, eindrucksvolles Wachstum für die Zukunft ermöglicht. Grundlage ist eine wohl durchdachte, strategische Strukturreform zu Beginn des neuen Jahrzehnts.

So erhalten Kunden der Stechert-Gruppe vom Podest- und Innenausbau inklusive Bodenfinishing, den benötigten Akustikelementen bis hin zur komfortablen, individuellen Bestuhlung eine perfekte Komplettlösung für Auditorien, Konzert- und Hörsäle, Theater und Kinos aus einer Hand.

Eindrucksvolle Zahlen bestätigen den Erfolgskurs der Stechert- Gruppe. So betrug der Umsatz des Unternehmensverbundes in 2014 etwa 35 Millionen Euro. Im laufenden Jahr soll dieser um weitere zehn Prozent gesteigert werden.

Der nun in Höpfingen abgeschlossene Ausbau zum vollwertigen Standort stimmt auch den geschäftsführenden Gesellschafter Franz Stegner versöhnlich: „Nach den ganzen Querelen haben wir auch mit der Gemeinde eine optimale Lösung erzielt. Ich bin überzeugt, dass alle Beteiligten zu den Gewinnern gehören. Wir konnten die vorhandenen Arbeitsplätze erhalten und darüber hinaus neue Stellen schaffen.“ Der inzwischen 78-jährige, erfolgreiche Unternehmer sieht sich mit seinem Kurs bestätigt und unterstreicht: „Wir lassen uns bei ersten Wiederständen nicht so schnell unterkriegen. Das habe ich in den fast fünfzig Jahren meiner Karriere als Unternehmer gelernt. Wir haben für einen fairen Kompromiss gekämpft und sind für unsere Hartnäckigkeit belohnt worden.“ Zudem blickt Franz Stegner optimistisch in die Zukunft: „Sollte die rasante Entwicklung so weitergehen, haben wir am Mantelsgraben in Höpfingen sogar Erweiterungsmöglichkeiten.“ 

Am Mantelgraben 2071 klein

In Höpfingen am Mantelsgraben wurden hochmoderne Fertigungshallen errichtet. Insgesamt konnten so 40 Arbeitsplätze gesichert werden. (Foto: pm)

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: