Im Gespräch mit privatem Krankentransport Ullmer

Walldürn. (pm) „Wenn Patienten im Land Wartezeiten von teils bis zu 8 Stunden überbrücken müssen, ist das nicht zumutbar. Deshalb möchte ich mich heute bei Ihnen als privater qualifizierter Anbieter von Krankentransporten informieren, wie man aus ihrer Sicht die Problematik angehen könnte“, so Peter Hauk MdL bei seinem Besuch bei ‚Fahrdienst Ullmer – Qualifizierter Krankentransport‘ in Walldürn.

Seit 2012 betreibt Steffen Ullmer den gleichnamigen Fahrdienst, der sich auf Krankentransporte spezialisiert hat. Erfreulich ist für das noch junge Unternehmen die hohe Nachfrage, so dass man mit den zwei Krankentransportwagen (KTW) schon die 5.000. Fahrt verbuchen konnte. „Die Wahl der Farbe ist damals bewusst auf grün gefallen um herauszustechen und diese kommt im ländlichen Raum definitiv gut an. Deshalb sind wir das Gleiche in grün.“ Denn wie der Name schon suggeriert, hat das Unternehmen die gleiche Qualifizierung wie andere Anbieter. Die Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft zeigt sich auch darin, dass zum 1.April der erste Auszubildende sich dem Unternehmen anschließt.

Zu Gast beim Gespräch war auch der Geschäftsführer des gemeinnützigen Rettungsdienstunternehmens ProMedic Andreas Wolf. Seine zentrale Botschaft war es, dass es im Krankentransport an Wettbewerb fehle. Unter der Prämisse, dass Krankentransporte, wie der Fahrdient von Steffen Ullmer, die gleiche Qualifikation wie zum Beispiel das Deutsche Rote Kreuz aufweise und das diese Art von Transport planbar ist, kann Wettbewerb nicht schaden. Er differenzierte dies zum Verständnis ganz genau. „Es geht nicht primär um die Notfallversorgung, wenn auch die Überbelastung des Krankentransports durch die Hintertür den Rettungsdienst betrifft.“ Die Nachwirkungen der Aufnahme aller privater Dienstleister in das DRK im Jahre 1994 sind noch heute spürbar. Als Folgewirkung sieht er weitere Baustellen, z.B. das Einhalten der Hilfsfristen. Sein Vorschlag ist hierfür eine Optimierung der Leitstellenstellenstruktur um eine optimale Einhaltung der Fristen zu gewährleisten. Probleme bei den Hilfsfristen betreffen vermehrt die Rettungsdienste in den Ballungsgebieten. Mechanismen um dieser Entwicklung entgegenzuwirken wäre eine faire und liberale Verteilung der Aufträge von den Leitstellen aus. Steffen Ullmer betonte in diesem Zusammenhang, dass für ihn als privater Dienstleister im NOK diese Problematik nicht existiere. „Die Zusammenarbeit mit der Leitstelle funktioniert reibungslos“, fügte Ullmer hinzu. Andreas Wolf betitelte den Stand des Fahrdienstes Ullmer im NOK als beneidenswert aber leider nicht als Regelfall in Baden-Württemberg.

Zum Abschluss des Gesprächs konnte Peter Hauk MdL interessante Aspekte für seine Arbeit in der CDU-Landtagsfraktion mitnehmen. „Man kann erkennen, dass private Anbieter von Krankentransporten eine Alternative sein können und dies im Falle vom Fahrdient Ullmer auch funktioniert. Dies ist mit Sicherheit auf die Dienstleistung ihrerseits zurückzuführen, aber kann auch als Vorteil des ländlichen Raums verbucht werden“, so Hauk abschließend. Die Vor-Ort-Erfahrungen werden bei der anstehenden Novellierung des Rettungsdienstgesetzes einfließen, betonte Hauk.

Infos im Internet:

www.peter-hauk.de

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