Seckacher Fahrdienst absolivert 4.300 Kilometer

Seckach. (lm) Seit mittlerweile sechs Jahren bewährt sich der ehrenamtliche Seckacher Fahrdienst als „praktische Verknüpfung“ des Arbeitskreises „Soziales Netzwerk“. Das ehrenamtliche Fahrerteam zur Erhaltung der Mobilität der Mitbürger besteht aus 35 Fahrern und zwei Begleitpersonen, die Fahrdienstzentrale wird von Rita Depta, Maxi-Monika Thürl und Elfriede Reichert als Nachfolgerin von Helga Geisler organisiert.

Wie Sprecherin Maxi-Monika Thürl im Rahmen des Jahrestreffens und im Beisein von Bürgermeister Thomas Ludwig, Verena Herzog als 1. Vorsitzende vom WvB sowie Volker Noe vom Ehrenamtszentrum Neckar-Odenwald-Kreis neben zahlreichen Mitgliedern erläuterte, sind im vergangenen Jahr 242 Fahrten mit insgesamt nahezu 4.300 gefahrenen Kilometer vermittelt worden. Wobei Seckach als meist angefahrenes Ziel vor Buchen, Mosbach, Osterburken angegeben wurde. Von hier wurden auch 135 Fahrten gestartet, von Großeicholzheim 80 und von Zimmern – mit steigender Tendenz – 27.

Das absolute Gros der Fahrten hatte Arzt- oder Physiotherapiebesuche zum Anlass. Das Fahrerteam wurde jedoch auch für Einkäufe, Krankenbesuche, Besorgungen, Veranstaltungen, Beerdigung, Frisör und sogar für eine Seckach-Rundfahrt genutzt. Wie Maxi Thürl weiter ausführte, trifft sich der beratende Fahrdienstkreis mit Maxi Brenneis, Rita Depta, Margot Eberle, Kerstin Frank, Josef Kowatschitsch, Elfriede Reichert, Elfriede Tremkle und ihr selbst in regelmäßigen Abständen, um Themen wie „Parken mit behinderten und schwerbehinderten Personen“, „Neugestaltung Flyer durch Rainer Kampfhenkel“, Nutzung des Internets für die Fahrdienstorganisation“ oder „Beteiligung an LEADER-Bewerbung“ zu besprechen.

Des Weiteren hatte man zahlreiche Anfragen, z.B. aus Osterburken, Rosenberg, Hirschlanden, Boxberg, Limbach, aber auch aus Konstanz, Tübingen, Oberried und Starzach sowie vom Bürgernetzwerk Buchen, der AWO-Zeitschrift, dem Evanglischen Oberkirchenrat und der Landesnahverkehrsgesellschaft Stuttgart mit der Bitte, das Seckacher Fahrdienstprojekt vorzustellen, das so Ansporn zur Nachahmung für viele geworden ist.

Einer dieser „Nachahmer“, wenn auch schlussendlich mit einer ganz anderen Konzeption, ist Boxberg. „Ihr habt uns schwer infiziert“, meinte scherzhaft Verena Herzog vom „WvB – Wir verbinden Boxberg“, die zusammen mit „Quotenfahrerin“ Frederike Dünkel den noch jungen Boxberger Fahrdienst vorstellte. Erste Schritte habe man nach einer Umfrage unternommen, die ergeben hatte, dass sich die 7.000 Boxberger, die auf 13 Ortschaften verteilt sind, mehr Mobilität wünschen, die nicht durch die öffentlichen Nahverkehrsmittel gedeckt werden könne.

Nach eingehender Vorarbeit – auch durch einen Infoabend mit dem Seckacher Fahrdienst, konnte ein E-Mobil angeschafft werden, das je zur Hälfte von der Stadt Boxberg und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg finanziert wurde. Gefahren wird in Boxberg und seinen Stadtteilen. Wie in Seckach ist der Fahrdienst nur für die eigenen Bürger. Inzwischen ist man stolz auf fast 40 Fahrer und zwei Fahrerinnen, rd. 140 Fahrten im Monat „Wir könnten noch mehr, wenn das E-Mobil es hergeben würde“ und ab nächsten Monat hat man sogar „endlich“ eine halbtägige Fahrdienstzentrale im Rathaus, was bisher die Fahrer selbst mit organisieren mussten. 

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