Seckach regelt Jagdpacht neu

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Landesamt für Denkmalschutz hat dem Abbruch des schwer beschädigten Saals im Areal „Lamm“ zugestimmt. (Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Aus den Reihen der Seckacher Jagdpächter wurde anfangs des Jahres angeregt, einen frühzeitigen Neuabschluss der Pachtverträge in Betracht zu ziehen. Regulär läuft die neunjährige Pachtperiode aller Jagdbögen in der Gemeinde erst Ende März 2017 aus. Wie sich nun im Rahmen einer kürzlich durchgeführten Besprechung zwischen Gemeinde, Pächtern und weiteren interessierten Jägern herausstellte, werde insbesondere im Bereich der Wildschadensregulierung Handlungsbedarf gesehen. Aus diesem Grund und insbesondere im Hinblick auf die Änderungen durch das neue Wildtiermanagementgesetz, beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Abschluss der neuen Jagdpachtverträge mit den jeweiligen Bewerbern für die nächsten elf Jahre und beauftrage die Verwaltung, diese Verträge zeitnah auszufertigen. Im Bereich der Kosten und Deckung haftet die Gemeinde künftig für Wildschäden, die das 0,5-fache des jährlichen Nettopachtpreises übersteigen, allerdings nur in Höhe der vereinnahmten Gesamtpacht aller Jagdbögen. Nähere Einzelheiten über die Inhalte der Jagdpachtverträge mit Bewerbern und ev. neuen Interessenten sind bei der Gemeindeverwaltung erhältlich. Wichtigste Änderung in der Vertragsneufassung ist die Deckelung der Ersatzpflicht der Pächter für in ihrem Revier entstandenen Wildschaden.

Kosten in Höhe von 12.500 Euro entstehen der Gemeinde durch den Abschluss eines Betriebsführungsvertrages mit der Netze BW GmbH für die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde für die nächsten vier bzw. acht Jahre. De facto bedeutet dies, dass der Gemeindebauhof weiterhin die Leuchtmittel und Sicherungen wechselt und die Netze BW alle weiteren Wartungs-und Instandhaltungsarbeiten sowie das Planwerk, Leitungsauskünfte, Schadensabwicklung usw. ausführt. Weitere Kosten für Vertragsverlängerungen sollen in den Haushaltsplänen berücksichtigt werden, betonte Hauptamtsleiter Roland Bangert.

Die „Änderungssatzung“ des Gemeinderates ergänzte ein Beschluss über die Neufassung der Benutzungsordnung für die Grillhütten in der Gesamtgemeinde. Demnach erfolgt die Vermietung der Grillhütten Großeicholzheim und Seckach – künftig auch an Auswärtige – ausschließlich im Zeitraum von 1. April bis 31. Oktober, die Hütte in Zimmern hebt sich insoweit ab, dass sie mit einem offenen Kamin und einem normalen Wasser-WC ausgerüstet ist, darum war die Mehrheit des Gremiums für ganzjährige Vermietungsmöglichkeit. Die Miete für jeweils einen Tag beträgt für die Grillhütte in Seckach 20 Euro (Auswärtige 40 Euro), für die Hütte in Großeicholzheim 20 Euro (Auswärtige 40 Euro) und für die Grillhütte in Zimmern 50 Euro (Auswärtige 100 Euro zzgl. 50 Euro Winter-Aufschlag wegen Mehraufwand). Als Kaution sind bis zu einer beanstandungsfreien Abnahme 150 Euro zu hinterlegen und der Aufenthalt in den Hütten wird jeweils auf maximal 50 Personen begrenzt.

Abschließend der öffentlichen Tagesordnung beschloss das Gremium die Annahme von Spenden und Zuwendungen zur Förderung der Rettung aus Lebensgefahr in Form einer Sachspende (Defibrillator) in Höhe von 2.547 Euro und eine Geldspende in Höhe von 50 Euro für die Förderung der Erziehung in der Seckachtalschule. Das Landesamt für Denkmalschutz hat dem Abbruch des schwer beschädigten Saals im Areal „Lamm“ zugestimmt und den Denkmalschutz aufgehoben, worauf auch das Landratsamt die denkmalschutzrechtliche Genehmigung erteilte und die Fa. Lauber und Sommer die Planungen für die Neubebauung nun mit Nachdruck angehen kann.

Des Weiteren informierte Bürgermeister Ludwig, dass das Land Baden-Württemberg für die Stadtsanierung „Ortsmitte Seckach II“ eine weitere Finanzhilfe in Höhe von 700.000 Euro bewilligt hat. 

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