Seckacher Laienspieler bieten beste Unterhaltung

 

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(Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Die Lachsalven in der Seckachtalhalle schallten bis auf die Straße vor der Seckachtalhalle, an der wirklich jeder Parkplatz besetzt war. Damit waren gleich mehrere Punkte offensichtlich: Erstens die Tatsache, dass gerade eine Vorstellung der Theatergruppe des Heimatvereins lief, bei die versierten Laienspieler wieder einmal mit Niveau, Talent und Können glänzten. Zweitens, dass die Kriminalkomödie „Heiße Bräute machen Beute“ ganz dem kulturellen Zeitgeist entspricht und drittens, dass der berechtigterweise hervorragende Ruf der Seckacher Laientheatergruppe einmal mehr für ein ausverkauftes Haus gesorgt hatte.

Das Stück handelt von den drei Freundinnen Vivienne, Hedwig und Lisbeth, deren Geldbeutel bedauerlicherweise nicht mit ihren Bedürfnissen Schritt halten kann. Den Spagat zwischen Wunsch und Erfüllung schaffen sie erst nach einem Bankraub, und als Bankräuberinnen, die eigentlich von Beruf Hausfrauen sind, überzeugten Andrea Steuerwald, Annabell Kraus und Iris Krämer zweifelsfrei. Ebenso in ihrem anschließenden Dilemma als Folgeprobleme ihres Bankraubs und damit auch von zu viel Geld. Denn natürlich wunderte sich Viviennes Ehemann Erwin, alias Hans-Dieter Kraus, dass er drei große und prall gefüllte Müllsäcke partout nicht zur Entsorgung geben soll. Ebenso rätselhaft war ihm Tatsache, dass sein Schneidbrenner aus der Werkstatt verschwunden ist. Das waren ihm entschieden zu viele offene Fragen.

Und nicht nur ihm, wie die drei laienhaften Bankräuberinnen feststellen mussten, die gleichzeitig auch am eigenen Leib erfuhren, wie „haarig“ der Besitz von zu viel Geld sein kann. Zum einen rückte ihnen die neugierige Nachbarin Frau Aschenbrenner, der Brigit Wallisch gekonnt Leben einhauchte, auf die Pelle, und dann tauchte auch noch der gefährlich wirkender Mafioso Guiseppe Attolini – personifiziert durch Bernhard Aumüller – auf und machte sehr deutlich, dass er keinen Spaß versteht, wenn ihm „sein Anteil“ verwehrt wird. Als ob es nicht genug wäre, dass dieser italienische Ganove mit seiner Pistole von den Nasen der Freundinnen herumfuchtelte, schwitzen diese auch noch Blut und Wasser, als Kommissar Stefan Scholz – eine Rolle, in der Gerhard Keller beeindruckte – an der Haustür klingelte.

Die Spannung, ob die drei wohl überführt werden können, stieg genauso wie die Lachtränen flossen. Als weitere Mitwirkende agierten die Souffleusen Regina Erfurt und Andrea Haaf, Nummerngirl Theresa Kraus. Für die gekonnte Regie zeichnete Silke Schneider, für die gelungene Maske Annelie Diefenbach, für Videoaufzeichnungen Rudolf Zuber und für die reibungslose Technik Markus Nuß verantwortlich. 

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