Himmel weinte, Feuerwehr strahlte

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Unser Bild zeigt von links: Manfred Hauk, Gerd Mayer, Jörg Kirschenlohr, Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Andreas Hollerbach vor dem neuen MtW. (Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) Es regnete zwar nahezu ohne Unterbrechung, aber dafür strahlten die Wehrleute der Mudauer Abteilungswehr am vergangenen Sonntag um die Wette. Zum einen dankten die Mudauer Bürger ihren Floriansjüngern ihren unermüdlichen Einsatz kurz vor Weihnachten mit bester Resonanz beim Tag der offenen Tür, zum zweiten wurde das neue MTW in  wirklich feierlichem Ambiente im Beisein zahlreicher Ehrengäste seiner Bestimmung übergeben.

Den würdigen musikalischen Rahmen gestaltete das Parforcehornbläserensemble „Odenwald“ unter Leitung von Dr. Edmund Link. Ein besonderer Willkommensgruß von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger ging an Gesamtkommandant Gerd Mayer, Abteilungskommandant Manfred Hauk, Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr, Andreas Hollerbach als Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes sowie an die Vertreter der Kirchen, die unzähligen Kameraden befreundeter Wehren aus dem Neckar-Odenwald-Kreis und natürlich die interessierten Bürger. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass dieses neue Fahrzeug vor allem zum verstärkten Schutz für die Mudauer angeschafft worden sei, denn die Gemeinde wisse nicht erst seit dem grandiosen Einsatz der eigenen Wehren mit Unterstützung aus Buchen und Walldürn beim Brand des Hotel „Löwen“, dass das Geld bei der Feuerwehr, auf die man sehr stolz sei, gut angelegt ist.

Die gut ausgebildete Feuerwehr habe die Rückendeckung ihrer Mitbürger – auch mit viel Verständnis für die Bedürfnisse ihrer Wehr. Ein dickes Lob richtete er auch an die gut betreute Jugendwehr, die den Fortbestand der örtlichen Floriansjünger sichern würde. Gesamtkommandant Gerd Mayer ging in seinen Ausführungen auf die Historie der Feuerwehrkonzeption von Kreisbrandmeister Rainer Dietz ein, die in steigenden Einsatzzahlen bei sinkender  Zahl aktiver Feuerwehrangehöriger sowie finanziell enger Rahmenbedingungen bei Land, Landkreis, Städten und Gemeinden begründet sei.

Ziel war es, dass die Feuerwehren verstärkt partnerschaftlich zusammenarbeiten und sich eine gute Technische Ausrüstung teilen. Demnach sollten für die Gesamtgemeinde Mudau bis 2012 im Kernort ein LF20/16, ein TLF und ein MtW, in Schloßau ein LF 10/6 und in Reisenbach ein TSF-W vorgehalten werden. Zwischenzeitlich habe man jedoch auch noch in Langenelz und Mörschenhardt kostengünstig ältere LF 8 stationieren können, und in Steinbach und Scheidental je ein neues TSF-W, wie sie auch die Abteilungen Reisenbach und Donebach noch erhalten sollen.

Für Mudau wurde ein HLF20/16 mit Seilwinde – die sich schon mehrfach bewährt habe – sowie jetzt der MtW beschafft. Dieser Mannschaftstransportwagen Volkswagen Crafter mit Dieselmotor (EURO 5 Norm und 120 kW), wurde von der Firma Manfred Sschäfer GmbH aus Flehingen-Oberderdingen nach den Aussschreibungsinhalten des Mudauer Abteilungsausschusses in Aufbau und Beladung ausgerüstet, dass es das bisherige ELW ersetzen kann.

Gerd Mayer dankte zum einen Torsten Ziegler von der Schäfer GmbH für die gute Zusammenarbeit sowie Gemeinde und Gemeinderat mit Dr. Rippberger an der Spitze für die Beschaffung des Fahrzeugs, das die Schlagkraft der Mudauer Wehr weiter stärke. Bisher seien rd. 900.000 Euro für die fünf Fahrzeuge ausgegeben worden, betonte Gerd Mayer abschließend seiner Ausführungen. Nach der kirchlichen Weihe des MtW durch Pfarrer Klaus Vornberger und der Segnung der Wehrleute durch Pfarrerin Renate Seraphin-Hohmann überreichte Bürgermeister Dr. Rippberger das Fahrzeug offiziell an Abteilungskommandant Manfred Hauk.

In den Grußworten von Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr und Ortsvorsteher Siegfried Buchelt wurde noch einmal deutlich, dass „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ zwar seit Bestehen der Feuerwehren deren oberstes Ziel ist, die technischen und personellen Anforderungen jedoch deutlich mehr geworden sind. Dass der Ausbildungsstand der Mudauer Wehrleute ganz hervorragend und im oberen Level anzusiedeln sei, hätten diese in den Marathoneinsätzen kurz vor Weihnachten eindrücklich bewiesen, war den lobenden Worten zu entnehmen. Es sei aber auch durchaus anerkennenswert, dass die Gemeinde in dieser Form für die technische Ausrüstung sorge. So könnten sich die Bürger der Gemeinde sicher und wohl fühlen. Mit den besten Wünschen für die Wehrleute, gesund und wohlbehalten von ihren Einsätzen zurückzukommen leiteten die Grußwortredner unter der passenden Musik des Parforcehornbläserensembles zum gemütlichen Teil der Feierlichkeiten über.

 

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