Verteidigungsministerin schließt Hardheimer Kaserne

Hardheim. (lra)   Ende Januar hatte der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hellmut Königshaus, bei der Vorstellung seines Jahresberichts u. a. die mangelhafte bauliche Infrastruktur vieler Kasernen beklagt. Da sich die Carl-Schurz-Kaserne in Hardheim nach umfassenden Sanierungsarbeiten aber gerade umgekehrt in einem sehr guten baulichen Zustand befindet, nutzte Landrat Dr. Achim Brötel anknüpfend an einen Leserbrief von Günter Eichkorn aus Hardheim das, um mit einem Schreiben an Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen exakt auf diesen Umstand hinzuweisen, verbunden mit der Bitte, die Entscheidung über die Schließung der Kaserne im Jahr 2017 noch einmal selbstkritisch zu hinterfragen.

Zum Bedauern des Landrats hat der Parlamentarische Staatssekretär Markus Grübel in seinem Antwortschreiben im Auftrag der Ministerin nun aber mitgeteilt, dass die Aufgabe des Bundeswehrstandorts Hardheim unumstößlich entschieden sei. Die Bundeswehr werde erheblich kleiner. Deshalb könnten im Einzelfall auch „grundsätzlich für einen Weiterbetrieb in Frage kommende Liegenschaften der Bundeswehr auf Dauer für Verteidigungszwecke entbehrlich“ sein. Das treffe auf die Carl-Schurz-Kaserne in Hardheim zu. Auch für eine Verlegung anderer Verbände nach Hardheim gebe es weder militärische noch funktionale Gründe. Daher bestehe, so Grübel, „kein Anpassungsbedarf in Bezug auf die Entscheidung zur Aufgabe des Standortes Hardheim.“

Landrat Dr. Achim Brötel sieht in dieser Antwort sicher keine Überraschung. „Auch wenn im Grunde nichts anderes zu erwarten war, ist es uns aber doch wichtig gewesen, dem Ministerium noch einmal unser Unverständnis über die Entscheidung mitzuteilen. Denn es gibt viele Menschen im Kreis, mich ausdrücklich eingeschlossen, die einfach nicht nachvollziehen können, warum eine Kaserne in hervorragendem Zustand geschlossen und andernorts Geld zur Sanierung maroder Bauten in die Hand genommen wird.“

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9 Kommentare

  1. Saniert. Neue Heizanlagen fast! Und nun sowas!
    Armes Hardheim! Noch mehr ärger dann mit de Asyl …..
    Armes Deutschland! Wo da der verstand?

  2. Naj,Steuergelder kosten ja nichts,die fliegen einem ja zu. Da kann man schnell mal was gutes abhaken und etwas Marodes mit viel Geld aufwerten. Jahrzehnte war unser Gau gut genug um es als tiefflugareal zu benutzen. dann wird eine Kaserne voll modernisiert und aufgerüstet um sie dann zu schließen. habe das in den 80er auch mit der Schule in Götzingen erlebt. da wurde eine Mittelpunktschule aus dem Boden gestampft und das alte Schulhaus mit viel Geld renoviert und ausgebaut um das ganze ein paar Jahre später den Säuen zu fraß vorzuwerfen. Heute steht ein tolles Gebäude fast leer und kostet aber immer noch Geld.Wie gesagt,Steuergelder kosten nichts,die fliegen einem ja zu.

    • Ja, man kann nur sagen sehr sehr traurig. Hardheim war ein sehr guter Standort, mit vielen Arbeitsplätzen. Hoffentlich übernehmen diese Personen mal Verantwortung wenn es um Arbeitsplätze geht. Wir werden es mit Adleraugen verfolgen. Schade für Hardheim….!

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