TSV Höpfingen kassiert 0:6

TSV Höpfingen – VfR Mannheim 0:6

Höpfingen. (sw) Drei Spiele ohne Sieg, schlechter Platzzustand und ein Tabellenvorletzter als Gegner, der mit Mann und Maus verteidigt. Die Voraussetzungen für einen Erfolg des VfR Mannheim vor dem Auswärtsspiel beim TSV Höpfingen hätten sicher besser sein können. Doch endlich zeigte die Elf von Trainer Hakan Atik, was sie zu leisten imstande ist – und das von Beginn an. Aggressiv in den Zweikämpfen und spielerisch so variabel, dass man auch ein Abwehrbollwerk gekonnt überwinden konnte.

Nach ersten Chancen durch Harun Solak (Kopfball, 8.) und Gianluca Mantel (Direktabnahme, 13.) zeichnete sich schon ab, dass der VfR heute mit aller Macht die Negativserie beenden wollte. Nach einer Viertelstunde war der Bann dann gebrochen. Burak Gülmez, der seine Chance in der Startelf mit einer tollen Leistung zurückzahlte, kam aus dem Rückraum zum Schuss und Enis Baltaci konnte den Abpraller zur 0:1-Führung im Kasten unterbringen. Nur drei Minuten später sorgte Gianluca Mantel mit einem sehenswerten Schlenzer aus gut 20 Metern für das 0:2 (18.). Harun Solak hatte nach einer schönen Einzelleistung nach 25 Minuten sogar das 0:3 auf dem Fuß, scheiterte jedoch an TSV-Schlussmann Nohe.
Die 340 Zuschauer im Höpfinger Waldstadion sahen in der 37. Minute dann den vermeintlichen Anschlusstreffer für die Gastgeber, doch bevor der Ball im Netz zappelte, hatte der Unparteiische auf Foul an VfR-Keeper Alexander Jäger entschieden. So ging es mit einem 0:2 in die Pause.

In der Kabine hob Hakan Atik die sehr gute Leistung seiner Mannschaft in den ersten 20 Minuten hervor, gab jedoch auch unmissverständlich zu verstehen, dass an diese nun auch angeknüpft werden müsse. „Ihr müsst geil darauf sein, weitere Tore zu machen“, so die klaren Worte des VfR-Cheftrainers an seine Mannen.
Und die nahmen sich die Worte auch zu Herzen. Enis Baltaci aus kurzer Distanz (54.), Joseph Olumide per Kopf (56.) und Harun Solak wenige Meter vor dem Tor (60.) hätten früh für das entscheidende 0:3 sorgen können. Es dauerte jedoch ein wenig länger bis die Rasenspieler gegen nun immer mehr überforderte Höpfinger nachlegen konnten. In der 67. Minute war es soweit: Harun Solak zielte mit einem satten Flachschuss nähe der Strafraumgrenze ganz genau und ließ Nohe keine Chance – das 0:3. Der VfR nun endgültig befreit, drehte in der Schlussphase dann nochmal richtig auf. Zunächst ließ Norbert Kirschner einen Freistoß von Gianluca Mantel zum 0:4 unhaltbar über den Scheitel rutschen (82.). Dann zeigten Dennis Lodato, Harun Solak und Burak Gülmez einen Spielzug wie aus dem Lehrbuch, den Niko Pavic dankbar zum 0:5 verwertete (87.). Und schließlich war es Dennis Lodato, der sich über die linke Seite in eine aussichtsreiche Position vorgespielte und mit seinem Schuss den 0:6-Endstand markierte (88.).

Neben einer geschlossen sehr guten Mannschaftsleistung, war an diesem Tag vor allem eine Stärke des VfR unübersehbar: sechs Tore durch sechs verschiedene Schützen aus allen Mannschaftsteilen. Bleibt zu hoffen, dass die Blau-Weiß-Roten diesen Trumpf auch in den kommenden Wochen ausspielen können und werden.

(Foto: pm)

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