Seckach: Fahrdienst bleibt Erfolgsmodel

Seckach. (lm) Nach wie vor gilt der Fahrdienst der Gemeinde Seckach nicht nur als Pionier dieser ehrenamtlichen Dienstleistung, sondern auch als Erfolgsmodell. Zeitweise „Einbrüche“ in der Anzahl der getätigten Fahrten haben nach Aussage von Fahrdienstleiterin Maxi-Monika Thürl absolut nicht mit rückläufigem Interesse oder nachlassender Qualität zu tun, sondern hängen davon ab, ob ansonsten nicht mobile Menschen regelmäßige Besuche bei nahe stehenden gebrechlichen Personen in Krankenhäusern, Pflege- oder Altenheim zu tätigen haben oder eben nicht.

 Deutlich wurde das im Rahmen des Jahrestreffens der Fahrer im großen Sitzungssaal des Seckacher Rathauses. Das habe die Statistik ergeben, die Maxi-Monika Thürl und ihre Kolleginnen von der Fahrdienstzentrale, Elfriede Reichert und Rita Depta, zusammengestellt haben. Nach den Rekordzahlen aus 2013, war 2014 aus diesem Grund auf 242 Fahrten zurück gegangen und 2015 eben wieder auf über 300 angestiegen. Davon hatten alleine 125 Fahrten Buchen – und hier vor allem das Krankenhaus zum Ziel. 20 Fahrten nach Schlierstadt seien dem Umzug der Fußpflegepraxis geschuldet und 76 Fahrten gingen nach oder blieben in Seckach, was vermutlich auf Änderungen der Infrastruktur zurückzuführen sei, wie z. B. das Schließen der Großeicholzheimer Bankfiliale. „Sogar der Fahrdienst in Zimmern kommt langsam aber sicher in Fahrt“, betonte Maxi Thürl weiter. Auch sei der Statistik zu entnehmen, dass 118 Fahrten einen Besuch beim Arzt zum Ziel hatten, 51 mal waren Besuche im Krankenhaus, Pflegeheim oder ähnliches, 40 Fahrten führten zur Physiotherapie, 22 zur Fußpflege, 21 zum Einkaufen usw. Außerdem habe man zwei Anfragen von außerhalb (Starzach im Kreis Tübingen und Mauer bei Heidelberg) nach einem Vortrag über die Organisation des Fahrdienstes erhalten.

Ein Punkt, den auch Bürgermeister Thomas Ludwig in seinem dankbaren Grußwort aufnahm, ganz nach dem Motto: Tue Gutes und sprich darüber! Denn der Seckacher Fahrdienst sei viel mehr als nur „Bedarf“. Er sei sozialer Mehrwert für die Bürger, und in seiner verbindenden Funktion auch für die rd. 40 Fahrer und Fahrerinnen. Diesen und den Damen der „Zentrale“ galt sein besonderer Dank für den wertvollen ehrenamtlichen Dienst. Ludwig erinnerte daran, dass der Seckacher Fahrdienst mittlerweile seit sieben Jahren gedeiht und in vielen Orten bereits Pate sei. Auch erläuterte der Bürgermeister die Region unter dem Motto „Bürger für Bürger“ bis 2020 bereits in die Leader-Förderkulisse Badisch-Franken aufgenommen sei und dass davon auch der Fahrdienst profitieren könnte.

Abschließend des kurzweiligen Jahrestreffens informierte Maxi Brenneis noch über die jüngst „Fahrdienstevernetzung“, die ihrem mit nützlichen Erfahrungsaustausch unter den Fahrern regelmäßig stattfinden soll und sehr empfehlenswert sei. 

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