Erleichterung und Bedauern bei Kreis-SPD

Freude über Wiedereinzug von Nelius in den Landtag – Bedauern über schlechtes Abschneiden und Stimmengewinne der Rechten
 

    (ots)„Das Ergebnis der Landtagswahl ist bitter, das ist allen klar. Nicht nur weil wir so viel Prozente verloren haben, sondern auch weil die AfD deutlich vor uns liegt und so viele Stimmen der Baden-Württemberger erhalten hat“, so der SPD-Kreisvorsitzende Jürgen Graner zum Einstieg der ersten Kreisvorstandssitzung nach der Wahl.
 
 Große Erleichterung herrscht bei den Genossen wegen der Wiederwahl von MdL Georg Nelius für fünf weitere Jahre. Nach einem harten Landtagswahlkampf ein nicht unbedeutender Lichtblick für die Sozialdemokarten im Kreis und Lohn für die hervorragende Arbeit von Nelius.
 
 „Uns ist ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen als spätabends fest stand, dass Georg Nelius mit seinem Ergebnis erneut den Sprung in den baden-württembergischen Landtag geschafft hat“, so die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Heide Lochmann.
 11 225 Stimmen bedeuten 15,23 Prozent. Damit liegt die SPD Neckar-Odenwald mit MdL Georg Nelius zwar um 2,53 Prozent über dem Landesergebnis der SPD, aber Feierlaune herrscht deshalb nur bedingt.
 
 „In seiner Heimatstadt Mosbach liegt Nelius sogar mit 20,92 Prozent über 8,22 Prozent über dem Landesergebnis. Der Dank gilt den treuen Wählerinnen und Wählern, die uns Sozialdemokraten in dieser schwierigen Zeit die Treue gehalten haben, ebenso dem engagierten Wahlkampfteam mit vielen Ehrenamtlichen, die mitgekämpft haben.“, fügte Graner an. Ein Lichtblick sei wenige Tage vor der Wahl auch der Besuch von Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier gewesen, der sicher lange in Erinnerung bleiben wird, denn ein Außenminister kommt nicht alle Tage in den Kreis.
 
 In einem Resümee stellen die Neckar-Odenwälder Genossen fest, das es nicht den einen Grund für das schlechte Abschneiden im Land gibt, vielmehr seien viele Ursachen zu beleuchten. Man brauche eine Erneuerung und Antworten auf viele Fragen. So müsse man sozialdemokratische Themen besser besetzen und auch als Juniorpartner selbstbewusst auftreten. Auch gelte es herauszufinden, warum die Wähler an Grüne und AfD verloren gingen, so der Kreisvorstand.
 
 Da nach der Wahl auch immer ein vor der Wahl mit sich bringe, blickten die Kreis-Sozialdemokraten aber auch nach vorne: „Es war absolut richtig und notwendig, dass der Landesvorstand einstimmig und eindeutig beschlossen hat, keine Deutschland-Koalition einzugehen!“
 Die Wähler hätten für einen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann votiert und nicht für den Wahlverlierer Guido Wolf. Diesen Willen gelte es selbstverständlich zu respektieren, begründete der Kreisvorstand die Absage an CDU und FDP.
 
 Oberstes Ziel für die SPD müsse jetzt vielmehr ein klarer Oppositionskurs sein, um damit das sozialdemokratische Profil zu stärken und weiter für die Menschen da zu sein. Auf Basis des ernüchternden Ergebnisses gelte es nun, die Anstrengungen hin zum sozialdemokratische Markenkern auszurichten. Als Partei, die für guten Lohn für gute Arbeit steht und die für gerechte Bildungschancen und bezahlbaren Wohnraum fordert steht.
 
 Zur Aufarbeitung und zum Einstieg in den Erneuerungsprozess will die Kreis-SPD die Landesspitze in den Kreis einladen.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen:

1 Kommentar

  1. Die Erfahrungen bei der Auf-
    arbeitung des Erneuerungs-
    prozesses der einst so stolzen SPD als Juniorpartner
    der Grünen
    lassen
    sich
    mit
    Sicherheit an dem neuem
    Juniorpartner die noch einst
    so stolze CDU in fünf Jahren
    in einem gemeinsamen Wut-
    jammerkurs mit der CDU ver-
    arbeiten.
    Ein JammerWutWolf aus dem
    Töpferkurs der CDUSPD hilft
    einigen Parteigranden über
    die schwere Zeit hinweg.
    Die Kursgebühr ist das Croud
    foundingcapital für das neue
    Start up in die Demokratie
    mit echter Volksbeteiligung
    und ohne Kasperltheater mit
    dem Wolf und sonstigen.

Kommentare sind deaktiviert.