Mudau: Odenwaldhalle soll Millionen kosten

Analoge Alarmierung der Feuerwehren per Sirenen wird im 2017 eingestellt

(lm) Um die Umgebung des Rathauses in der Zentralgemeinde künftig mehr aufwerten zu können, soll das Sanierungsgebiet „Vorstadt/Amorbacher Straße“ erweitert werden. Durch den jetzt möglichen Erwerb verschiedener Grundstücke in der Hauptstraße möchte sich die Gemeinde zumindest den Gewässerstreifen zur Mud sichern, für künftige Sanierungsarbeiten am Gewässer.

Wie die Gemeindeverwaltung im Rahmen der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mitteilte, liegen die Grundstücke an einer sehr wichtigen und sensiblen Stelle im Ortskern. Die nötigen Maßnahmen wie Grunderwerb, Abbruch von Gebäuden, Gestaltung der Fläche unter Einbeziehung der benachbarten öffentlichen Anlage könnten durch den Einsatz von Sanierungsmitteln unterstützt werden, betonte Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger. „Aus diesem Grund, und weil die aufstehende Bausubstanz, die zu diesem Zweck ganz oder teilweise beseitigt werden müsste und überwiegend weder technisch-funktional noch städtebaulich von besonderem Wert ist“, schlug die Verwaltung eine Einbeziehung in das Sanierungsgebiet vor.

Folglich beschloss der Gemeinderat eine Erweiterung der Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Vorstadt/Amorbacher Straße“ um einige Grundstücke.

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Auch im Bereich des Bebauungsplanes „Langengarten/Bahnhofsumfeld“ tut sich etwas. „Gegen die Änderung des Bebauungsplanes zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für einen Lebensmittelmarkt mit 800 Quadratmeter Verkaufsfläche bestehen keine grundsätzlichen planungsrechtlichen Bedenken. Der Planung liegt ein Einzelhandelskonzept zugrunde,“ so die Stellungnahme des Landratsamtes im Rahmen der Offenlegung, bei der auch das Regierungspräsidium, die Stadt Buchen, Polizeidirektion Heilbronn und die beteiligten Anlieger sowie weitere Behörden keine Bedenken äußerten.

Ein längerer Einwand betraf die Anzweiflung der Verkehrssicherheit, die jedoch noch einmal vom Verkehrsgutachter detailliert geprüft und für ausreichend gegeben gesehen wurde. Der Gemeinderat nahm zudem den Abwägungsvorschlag von Dipl.-Ing. Jürgen Glaser vom Büro für Kommunalverwaltung aus Mosbach zur Kenntnis und beschloss neben der Aufstellung des Bebauungsplanes auch den auf dieser Grundlage angepassten Flächennutzungsplan für das Plangebiet.
Gleichzeitig wurde das Einvernehmen zum Bauantrag für die Errichtung eines Penny-Marktes und des dazugehörigen städtebaulichen Vertrags erteilt.

Im Rahmen eines weiteren Tagesordnungspunktes nahm das Gremium die Ausführungen durch die Dipl.-Architekten Dea Ecker und Bob Piotrowski vom Büro Ecker Architekten aus Buchen zur Sanierung der Mudauer Odenwaldhalle zur Kenntnis und gab seine Zustimmung zum vorgelegten Vorentwurf. Der Schwerpunkt des Konzeptes soll in der energetischen Sanierung und der Schaffung einer Barrierefreiheit für alle Nutzer liegen. Mit eingeflossen sind auch die Verbesserungsvorschläge im baulichen Bereich durch die örtlichen Vereine für eine reibungslosere Abwicklung der Veranstaltungen und der sportlichen Nutzung.

Der aktuelle Arbeitsbericht beinhaltete die komplette Ertüchtigung der Gebäudehülle, Steigerung der Attraktivität, Modernisierung der Haustechnik, Brandschutz und Barrierefreiheit gemäß den gesetzlichen Anforderungen und die bessere Nutzbarkeit durch Sportvereine, also Fitmachen für die nächsten 30 Jahre.

Demnach soll u.a. der Eingang verschoben und die Sanitäranlagen samt Umkleide und vergrößertem Foyer auf eine Ebene gebracht werden. Die Küche mit Ausgabe soll flexibel sowohl vom Foyer als auch von der Halle genutzt werden können. Der neue Regieraum wird ins Obergeschoss positioniert.

Für die Erstellung des Sanierungskonzepts für die Odenwaldhalle – nach ersten Schätzungen mit Gesamtkosten in Höhe von brutto rd. 4 Mio. Euro – stehen im Rahmen der Honorarleistungen 26.000 Euro im Vermögenshaushalt zur Verfügung. Ob die Sanierung in der vorgestellten Art für die Gemeinde zu schultern ist, muss nach Aussage des Bürgermeisters erst noch beraten werden.

Der Gemeinderat beschloss nach Erläuterungen von Kämmerer Gerd Mayer zum einen die Optionserklärung gegenüber dem Finanzamt Mosbach für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2020 gemäß dem geänderten Umsatzsteuergesetz und weiter die Vergabe der Umrüstung für die Feuersirenen an die Firma Roland-Sirenenbau aus Keltern zum Angebotspreis von 10.088 Euro.

Die Feuersirenen in der Gemeinde wurden bislang über analoge Funkschaltempfänger angesteuert. Das Landratsamt hatte mitgeteilt, dass die Feuersirenen auf digitale Funkschaltempfänger umzurüsten seien, da die analoge Alarmierung der Feuerwehren im Laufe des Jahres 2017 eingestellt wird.

In der Gemeinde Mudau werden daher die Sirenen in Donebach, Langenelz, Mörschenhardt, Reisenbach, Oberscheidental, Unterscheidental, Schloßau, Waldauerbach und Steinbach auf digital umgestellt.


So soll die Odenwaldhalle nach der Sanierung aussehen. (Repro: Liane Merkle)

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1 Kommentar

  1. Der Bürgermeister von Mudau tut
    kund,dass das die Grundstücke mit
    der Bebauung um das Kriegerdenkmal
    städtebaulich(Mudau ein Stadt?haha)
    funktionel,technisch kaum etwas Wert
    sind und daher beseitigt (damit ist der
    Abriss gemeint)werden sollen,damit
    die Gemeinde den Zugang zum Bach
    Mud kaufen kann(das hätte schon vor
    100 Jahren erfolgen müssen)
    sowie das Areal ums Rathaus aufzu-
    hübschen.(Warum.Wem es nicht ge-
    fällt der kann gehen!)

    Es ist meiner Meinung nach eine
    Sauerei seitens Dr.Rittberger die
    Häuser-Elternhäuser-in der Öffent-
    lichkeit schlecht zu machen um
    einen Streifen billig zu bekommen.

    Über diese Art und Weise mit dem
    Hab und Gut von Bürgern,noch dazu
    in der Presse,so zu verfahren ist mies,
    gemein,hinterhältig.

    Auch die Art und Weise,wie das Asyl-
    Obdachlosenhaus errichtet wurde liegt
    auf der gleichen Linie.Der Nachbar des
    angebauten Hauses erfuhr dies erst,
    als die Arbeiter umräumten.
    Es hies dazu,es bestehe seitens der
    Gemeinde keinen Grund dazu,da keine
    Nutzungsänderung vorliegt.
    Rechtlich ist dies ja richtig Hr.Dr.Ripp-
    berger,aber menschlich und anständig
    finde ich dies nicht.

    Als Sie Hr.Rippberger die Gemeinde
    vom Herr Gschwender vor ~10Jahren
    übernahmen hatte Mudau ca.5300
    Bürger und jetzt zehn Jahre nach
    ihrer Zeit noch 4800,also 600 Bürger
    weniger.
    Doch ein grosser Schwund.

    ,

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