Der Wolf wieder im Odenwald?

Ein Vortrag des NABU Waldbrunn von Referentin Christine Günther, Donnerstag, 13.10.2016, 19:30 Uhr, Gasthaus Drei Lilien, Odenwaldstr. 27, 69429 Mülben

Durch die systematische Ausrottung wurde 1866 der letzte Wolf des Odenwalds in der Wolfsschlucht bei Zwingenberg geschossen. Heute ist die Wiederansiedlung im Odenwald nur eine Frage der Zeit. Bspw. wurden 2015 an der nördlichen Grenze des Odenwaldes ein Rüde und eine Fähe überfahren.

Ein abwandernder Jungwolf kann auf der Suche nach einem geeigneten Revier bis zu 1500 km zurücklegen. Das nächste Wolfsrudel mit Welpen, welches nur 200 km entfernt von uns in den Vogesen lebt, ist also nicht weit entfernt.

Die Lager hierzulande sind jedoch gespalten: Manche haben geradezu romantische Vorstellungen über das Wildtier und andere, wie der Landwirt, der mit viel Geld und Zeitaufwand sein Vieh schützen muss, sehen der Rückkehr eher kritisch entgegen.

Der Vortrag gibt einen Einblick in Verhalten, Biologie und Lebensweise der Wölfe in Deutschland. Ebenso werden Themen wie Herdenschutz, die rechtliche Lage in Baden-Württemberg und die Frage wie wir uns (auch mit Hund!) verhalten sollten, wenn wir einem Wolf begegnen, behandelt.

Die Referentin, Christine Günther, ist „Geschulte Person“ im Wildtiermonitoring der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA), Koordinatorin von WikiWolves in Baden-Württemberg und Hessen sowie NABU Wolfsbotschafterin. Sie züchtet selbst Schafe und berät Nutztierhalter zum Thema Herdenschutz. Ihren Hund Djemba trainiert sie derzeit darauf, Wolfsspuren zu finden und anzuzeigen. Christine Günther legt Wert auf eine sachliche Debatte, basierend auf wissenschaftlichen Fakten, fernab von Geschichten und Märchen oder verklärter Wolfs-Romantik.


(Foto: NABU)

© www.NOKZEIT.de


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