Weihnachtsbäume: Natur statt Industrie-Produkte

Odenwald (pm) Nur ein Bruchteil der 25 Millionen Weihnachtsbäume, die alljährlich verkauft werden, stammt aus dem Wald. Die meisten werden auf Plantagen industriell angebaut. Solche ausgedehnten Weihnachtsbaumplantagen prägen in Baden-Württemberg beispielsweise in der Ortenau und im östlichen Odenwald das Landschaftsbild.

„Das sind intensiv genutzte Monokulturen, keine romantischen Wälder“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle. Auf den bis zu zwei Hektar großen Äckern werden oft Kunstdünger, Totalherbizide wie Glyphosat und Insektizide eingesetzt, um vermeintlich perfekte Bäume zu produzieren.

„Mit den meisten Weihnachtsbäumen holt man sich also keine Natur nach Hause, sondern ein Plantagenprodukt, das mit Gift und Dünger aufgepäppelt wurde“, betont der NABU-Landeschef. Eine sinnvolle Alternative sind aus Sicht des NABU Bio-Weihnachtsbäume: „Mit dem Kauf eines Bio-Baumes setzen Verbraucherinnen und Verbraucher ein Zeichen für den giftfreien Anbau von Weihnachtsbäumen.“ Orientierung bieten Gütezeichen etwa von Bioland, Naturland oder Demeter. Einen Überblick über Anbieter gibt die Waldschutzorganisation Robin Wood (www.robinwood.de).

Wer es noch „natürlicher“ will, fragt am besten beim örtlichen Förster oder der örtlichen Försterin nach. Denn manches Forstamt verkauft auch Bäume, die bei der Pflege des Waldes sowieso gefällt werden. „Im Idealfall stammen diese Weihnachtsbäume dann aus einem FSC-zertifizierten Wald. Waldbäume sind äußerlich zwar oft nicht so makellos wie ihre dicht und gerade gewachsenen Verwandten von der Plantage, aber gerade an Weihnachten geht es ja vor allem um die inneren Werte“, sagt Enssle augenzwinkernd.

Insgesamt sei das Angebot naturnah angebauter Bio-Weihnachtsbäume jedoch noch viel zu klein. Bunte Plastik-Christbäume sind keine gute Alternative: Bäume aus Kunststoff nadeln zwar nicht, sie belasten aber die Umwelt und enden irgendwann als Plastikmüll.

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