Mosbach6. Kommunale Gesundheitskonferenz

Mosbach. „Auch im vergangen Jahr haben wir das Wort „Gesundheit“ wieder ganz groß und das Wort „Konferenz“ klein geschrieben. Das wollen wir künftig genauso beibehalten – also mehr projekt- und handlungsorientiert agieren und weniger konferieren.“, mit diesen Worten begrüßte Landrat Dr. Achim Brötel die Teilnehmer der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Neckar-Odenwald-Kreises, die im Landratsamt in Mosbach stattfand.

Bereits zum sechsten Mal kamen hier Vertreter der Kreistagsfraktionen und Kommunen, der Bildungseinrichtungen, der Gesundheitseinrichtungen, der Freien Wohlfahrtspflege, der Kranken- und Pflegekassen, der Kirchen, der Sportkreise, der Ärztevertretungen, des Kreisseniorenrats sowie der Selbsthilfegruppen zusammen.

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Zunächst präsentierte Sina Häffner von der Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheits-konferenz in einem Tätigkeitsbericht die Projektarbeit 2016.
So wurde 2016 fortgesetzt, was 2012 durch die kreisweite AED-Initiative angestoßen wurde: Das Thema „Erste Hilfe“ verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, die Notfallversorgung durch Laien zu verbessern sowie die AED-Infrastruktur im Kreis auszubauen.

Dazu fanden in der „Woche der Wiederbelebung“ in Kooperation mit den DRK- Kreis- und Ortsverbänden, PD Dr. Harald Genzwürker, der Sparkasse Neckartal-Odenwald und der Volksbank Franken sowie einigen Kommunen wieder insgesamt 19 Aktionen im Neckar-Odenwald-Kreis statt.

Wieder sehr gut bei Schülern und Lehrern angekommen ist der Gesundheitstag in Obrigheim, der zum vierten Mal im Rahmen der Neckar-Odenwald-Tage stattfand. Rund 170 Schüler konnten sich hier zu den Themenbereichen „Ernährung und Bewegung“ informieren und vor allem auch selbst aktiv werden.

Zusammen mit der Ernährungswissenschaftlerin Dr. Christina Steinbach, den Fachdiensten Gesundheitswesen und Landwirtschaft vom Landratsamt, der AOK Rhein-Neckar-Odenwald sowie dem TV Obrigheim und den Gewichthebern Obrigheim wurden dazu 20 abwechslungsreiche Stationen auf die Beine gestellt.

Mit dem Gesundheitswegweiser des Neckar-Odenwald-Kreises (abrufbar unter www.gesundheit-nok.de)  ist es bereits im Jahr 2015 gelungen, das medizinische und gesundheitliche Angebots-spektrum im Landkreis gebündelt und übersichtlich darzustellen. Um dieses Angebot möglichst allen Kreisbewohnern zugänglich zu machen, wurde nun 2016 eine Printversion des Gesundheitswegweisers entwickelt. Diese enthält in Anlehnung an die Homepage alle medizinischen und gesundheitlichen Angebote im Neckar-Odenwald-Kreis. „Der Gesundheitswegweiser erleichtert die Suche nach Ärzten, Therapeuten und anderen Anbietern von medizinischen und gesundheitlichen Leistungen im Neckar-Odenwald-Kreis maßgeblich“, betonte Sina Häffner. Die Printversion des Gesundheitswegweisers soll in Kürze kreisweit bei den Ärzten, Therapeuten,  Apotheken und Krankenkassen ausgelegt werden.

Im Folgenden wurden schließlich potenzielle Projekte für das kommende Jahr vorgestellt. Einen Schwerpunkt könnten dabei neben der Fortführung der bisherigen Projekte die Entwicklung eines Demenzkoffers sowie eine Aktion gegen das Rauchen im Auto bilden. Außerdem soll es im nächsten Jahr eine Neuauflage der Aktion „Wer ist hier die Flasche?“ geben, welche das Thema „Alkohol im Sport“ thematisiert.
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In dem sich anschließenden Austausch wurden der Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz viele weitere Anregungen für die geplanten Projekte, wie dem Demenzkoffer und der Aktion gegen das Rauchen im Auto, gegeben. Auf Anregung von PD Dr. Harald Genzwürker, Ärztlicher Leiter und Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, und Susanne Herberg, Fachärztin für Kinderheilkunde, Jugendmedizin und Kinder-Pneumologie, entstand außerdem eine weitere Projektidee.

„Es zeichnet sich eine wachsende Impfmüdigkeit im Kreis ab. Vor allem über die Grippeimpfung fehlt es oftmals an ausreichender Information“, so Genzwürker. Als Gegenstück zur Europäischen Impfwoche, welche jährlich im April stattfindet, soll deshalb im Herbst eine weitere Aufklärungskampagne zum Thema Impfen erfolgen. Herberg befürwortet den Vorschlag: „Leider stoßen wir beim Thema Impfen immer noch auf großen Gegenwind im Kreis. Vielen ist hierbei nicht klar, dass sie dadurch nicht nur sich und ihre Kinder, sondern vor allem auch andere in Gefahr bringen.“

Abschließend bedankte sich Landrat Dr. Brötel bei allen Kooperationspartnern und rief die Mitglieder der Kommunalen Gesundheitskonferenz dazu auf, auch weiterhin in Kontakt mit der Geschäftsstelle zu bleiben: „Wir sind immer dankbar für Ideen und Anregungen, aus denen vielleicht künftige Projekte entstehen können.“

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3 Kommentare

  1. Im März ’16 veröffentlichte das Statis-tische Landesamt B-W das Sterbealter
    der Bürger.
    Am ältesten werden die Bürger von
    Böblingen und Heidelberg mit 80,7
    Jahren.
    Wir,im Neckar-Odenwald-Kreis sterben
    36 Monate früher mit 78,1 Jahren.
    An was liegt das?Was tut der Landrat
    Dr.Brötel dagegen.
    War diese Tatsache dem Kreisseniorenrat bekannt?
    Wie ist das Sterbealter des ehemaligen Landkreises Buchen im
    Vergleich zu Mosbach?

    Ein Demenzköfferchen.wie hier er-wähnt,,mag ein netter Gimmick sein.
    Einige Jahre länger leben allerdings
    gerechter.

    Der NOK-Neckarodenaldkreis belegte
    in,dieser amtlichen Statistik mit Platz
    44 von 45 den traurig-tödlichen vor-
    letzten Platz.

    Muss ich – du einige Jahre früher
    Sterben,nur,weil ich im Neckar-Oden-Wald-Kreis lebe???
    Die Tatsachen sagen leider ja.

  2. Soviele Leute und Verbände,Ämter und
    Institutionen,bezahlte und ehrenamt-liche,offizielle und selbsternannte,…
    …. …… … ….. .
    Und keiner weiss etwas.Vllt wussten
    sie/Sie es noch nicht?

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