Seckach investiert in den „Untergrund“


(Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Um wichtige Informationen über dringend durchzuführende und bereits abgeschlossene Baumaßnahmen in der Gemeinde zu bekommen trafen sich die Mitglieder des Gemeinderates zusammen mit Bürgermeister Thomas Ludwig zu einer „Vor-Ort-Begehung“.

So auch im Bereich der Seckacher Kläranlage wo Bautechniker Roland Bangert und seine Kollegin Barbara Schmitt die Kanalerneuerung wegen Fremdwassereintritt im Bereich der Gewässerquerung in der Waidachshofer Straße erläuterten.

„Sie sehen nichts“ – so die einleitende Erläuterung, bei dieser Maßnahme, die aufgrund des hohen unterirdischen Aufwands im Gesamtpaket der allgemeinen Abwasserbeseitigung mit 146.000 Euro zu Buche schlug und im Zeitraum von April bis Juni dieses Jahres durch die Firma Lintz & Hinninger aus Mosbach ausgeführt wurde. Planung und Bauaufsicht oblag dem Ing.-Büro Sack & Partner aus Adelsheim.

Werbung

Wie Roland Bangert ausführte sei von der Gemeindeverwaltung bereits im Herbst 2015 festgestellt worden, dass der Zulauf der Kläranlage trotz anhaltender Trockenheit weit über der normal üblichen Menge lag, weshalb das Regenüberlaufbecken vor der Kläranlage nicht mehr abgepumpt werden konnte. Die daraufhin beauftragte Kamerabefahrung der Kanäle im Bereich des Seckachbaches ergab einen größeren Fremdwassereintritt im Bereich der Gewässerquerung des Mischwasserkanals südlich der Firma Mustang.

„Da das komplette Schadensausmaß bei der ersten Kamerabefahrung im Herbst nicht festgestellt werden konnte, hat die Verwaltung im Mai 2016 während einer Phase, in der es wieder etwas trockener war, mit einer anderen Firma erneut einen Versuch gestartet, um die Sanierungsmöglichkeiten besser bewerten zu können“, betonte der Bauamtsleiter. Leider scheiterte dieser Versuch ebenfalls, da man den Bereich des Kanals trotz Einsatz von Saugwagen nicht leer saugen konnte. Aus den Erkenntnissen der zweiten Befahrung musste schließlich der Schluss gezogen werden, dass eine geschlossene Sanierung des Teilstücks mit einem Durchmesser von DN 600 nicht möglich ist.

Da Fremdwasser erhöhte Betriebskosten verursacht, wurde die Kanalerneuerung in offener Bauweise geplant und durch die Fa. Lintz & Hinninger ausgeführt. Hierzu musste der Seckachbach während der Bauzeit umgelegt und der Bereich der Kanalquerung durch einen Spundwandverbau gesichert und trockengelegt werden. Danach konnten die neuen Kunstoffrohre eingelegt und die Baumaßnahme abgeschlossen werden.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de



Artikel empfehlen:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


20 − fünf =