Flurneuordnung in Reisenbach

Die neu gewählte TG der Reisenbacher Flurneuordnung. (Foto: Liane Merkle)

(lm) Das Flurneuordnungsprojekt unter der Verantwortung des Fachdienstes „Flurneuordnung und Landentwicklung“ im Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises ist für eine Gesamtfläche von rd. 856 Hektar mit 130 Eigentümern zuständig.

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Als Ziel der Neuordnung nannten Projektleiter Dipl.-Ing. Manfred Wiener und Projektingenieur Dipl.-Ing. Jörg Kromer, eine bessere Erschließung der Landwirtschafts- und Waldflächen durch den Bau von neuen Wegen oder den Ausbau von bestehenden Wegen. „Mit dieser Neuordnung der Flächen wird zersplitterter Grundbesitz zusammengelegt, um so eine nachhaltige Bewirtschaftung zu ermöglichen“. Zudem werde die Landschaftspflege für Natur und Umwelt geplant wodurch die Naherholungsfunktion gefördert werden kann.

Als Grundlage des gesamten Verfahrens wurde 2018 die so genannte Ökologische Ressourcenanalyse erarbeitet. Dabei wurden besondere Tier- und Pflanzenvorkommen, Gewässer und Biotope erfasst, bewertet und bilanziert. Die daraus folgenden Planungshinweise fließen in den Wege- und Gewässerplan mit landschaftspflegerischem Begleitplan ein. Im nächsten Schritt wird der Fachdienst Flurneuordnung und Landentwicklung diesen Plan im Benehmen mit der Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft aufstellen. Hierbei gilt es, unterschiedlichste Interessen zu berücksichtigen und Nutzungskonflikte zu lösen.

Dieser Plan werde dann die Basis für die Herstellung von ländlichen Wegen und Landschaftspflege sein. Grundlage hierfür bildete eine Versammlung der betroffenen Grundstückseigentümer, in deren Verlauf nicht nur ausführlich über die Flurneuordnung informiert, sondern auch eine ehrenamtliche Vorstandschaft für diese Teilnehmergemeinschaft gewählt wurde. Für die Organisation und Durchführung der Versammlung und der Wahl zeichnete ebenfalls der Fachdienst für Landentwicklung unter Leitung von Dipl.-Ing. Markus Hüblein als Leitender Fachbeamter verantwortlich.

Mit einstimmigem Votum gewählt wurden: Matthias Rechner, Markus Rechner, Mathias Brand, Rainer Schäfer und Klaus Schork aus Scheidental als Nichtbeteiligter. Stellvertreter wurden Friedbert Schäfer, Manfred Link, Thomas Banschbach, Hubert Rechner und Herbert Scharmann aus Donebach als Nichtbeteiligter. Der Vorstand hat ein umfassendes Mitsprache- und Beteiligungsrecht bei allen wesentlichen Entscheidungen und Angelegenheiten die Flurneuordnung betreffend. In dieser ersten Sitzung wurden, ebenfalls einstimmig, Mathias Rechner zum 1. Vorsitzenden und Markus Rechner zu seinem Stellvertreter gewählt.

Die von einer Flurneuordnung betroffenen Grundstückseigentümer nennt man Teilnehmer der Flurneuordnung, sie bilden in ihrer Gesamtheit die so genannte Teilnehmergemeinschaft (TG). Die Teilnehmergemeinschaft ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und die Trägerin des Projektes Flurneuordnung. Die Teilnehmer wählen ihre ehrenamtlich tätige TG-Vorstandschaft. Die TG-Vorstandschaft ist für die Teilnehmer die Interessenvertretung.

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