Mobilfunk – Bitte verbinden

(Symbolbild – Pixabay)

Wie Politiker jetzt auf die Ausweitung des Handynetzes setzen

Wir sind zu einer „Always-on“-Gesellschaft geworden – kein Wunder, dass gutes Netz mittlerweile zu den absoluten Wohlfühlfaktoren an einem Ort zählt. Und trotzdem – obwohl wir in Deutschland in einem der am weitesten entwickelten Länder der Welt leben – kommt es immer noch vor, dass wir suchend mit unserem Smartphone durch die Gegend laufen und hoffen, dass sich ein oder zwei Balken auf dem „Netzwerk“-Symbol auftun. Ist diese Hoffnung vergebens, kann das ganz schön frustrierend sein. Doch mit dieser Frustration wollen Politiker nun aufräumen; sie machen die Erweiterung des Mobilfunknetzes zu Punkten ihrer politischen Agenda. Was das konkret bedeutet und welchen Stellenwert der Mobilfunk für die Deutschen allgemein angenommen hat, das erklärt dieser Artikel.

Das Smartphone als ständiger Begleiter

Studien bestätigen die Allgegenwärtigkeit: Mittlerweile besitzen mehr als 80 Prozent der Deutschen ein internetfähiges Mobiltelefon und eine ganze Reihe von ihnen legen ihren technischen Begleiter nur ungern aus der Hand. Denn das Smartphone kommt im Alltag bei einer Reihe von Aktivitäten zum Einsatz. Längst ist es nicht mehr nur zum Telefonieren da – man pflegt hiermit sämtliche sozialen Kontakte, speichert Termine, erledigt mithilfe von Apps den Einkauf, das Banking, bucht Reisen und orientiert sich. Zum Zeitvertreib hört man Musik, spielt eine Runde mobile Slots online oder zockt Angry Birds. Kommt das Handy abhanden oder wird zu Hause vergessen, fühlen sich viele regelrecht beschnitten.

Flächendeckendes Netz als Zukunftsvision

Auch die Politik erkennt an, wie wichtig die Vernetzung an jedem Ort und zu jeder Zeit den Menschen ist. Der Neckar-Odenwald-Kreis verfolgt dieses Thema seit 2017 noch intensiver als zuvor. Landrat Brötel wandte sich sogar an Bundeskanzlerin Angela Merkel für Unterstützung. Die Bundesregierung solle die Vorgabe machen, dass die Versorgungsquoten zukünftig nicht an Haushalte geknüpft seien, sondern echten Flächenbezug aufwiesen. Nur so würde man ein flächendeckendes Netz auch auf sämtlichen Verkehrswegen erhalten. Hinsichtlich der hohen Ausbaukosten in schwerer zu versorgenden, ländlichen Räumen wie dem Neckar-Odenwald-Kreis soll nur der Ausbau eines Netzes erfolgen. Dieser gut empfangbare Anbieter kann dann gegen ein reguliertes Entgelt über Roaming von allen Netzbetreibern mitgenutzt werden. Diese Open-Access-Methode wird bereits mit der Telekom bei dem Breitbandausbau im Landkreis erfolgreich angewendet.

Die Politiker, die solchen bevorstehenden Innovationen die Weichen stellen, haben mit Sicherheit viele Unterstützer im Rücken. Neben diesem Anreiz profitieren sie auch selbst davon, denn Berufspolitiker sind schließlich genauso wie alle Normalbürger auf zuverlässiges, schnelles Internet und permanente Erreichbarkeit angewiesen. Nur so können wir offenen Auges die Herausforderungen der Zukunft angehen.

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