Spinnen, Pupse, Algen: Voll eklig!

(Foto: pm)

Kinder-Uni fand im Gründerzentrum statt

Tauberbischofsheim.  (pm)  Um alles was „voll eklig“ ist drehte sich die Kinder-Uni der Mediothek am Mittwoch im Gründerzentrum Tauberbischofsheim. Fast 70 Kinder waren gekommen, um in der interaktiven Lesung von Biologin Bärbel Oftring Wissenswertes über die ekligen Dinge in unserem Alltag zu erfahren.

„Ihr seid ja mutig, Euch mit Dingen zu beschäftigen, die eklig sind!“, meinte sie gleich zu Beginn. Spannend sei aber auch die Frage, warum etwas überhaupt eklig sei. Was hat das Ekelgefühl überhaupt für einen Sinn?

Bärbel Oftring interessierte sich schon als Kind für Tiere und war viel an der frischen Luft. Heute ist sie Biologin, Sachbuchautorin und Naturforscherin und betrachtet die Dinge mit Forscheraugen – „auch wenn sie eklig sind“. Mit dabei hatte sie zum Beispiel das Fell eines Fuchses, der an der Straße überfahren worden war.

Während sich die meisten Kinder anfangs vor dem Fell ekelten, waren am Ende der Vorlesung doch viele bereit, den Fuchs zu streicheln.
Zunächst wollte die Biologin von den Kindern wissen, was sie denn alles eklig finden. Schon dabei zeigte sich, dass manche Kinder Dinge eklig finden, die andere nicht ekeln: Schimmel, Eiter, Zigarettenkippen, Blut, Schlangen, Blutegel, Spinnen, Maden, aber auch Reisbrei oder Marzipan. Wir ekeln uns erst dann vor Dingen, wenn wir sie im Laufe unsres Lebens so erfahren haben. Das kann uns Menschen allerdings sowohl vor Feinden schützen, als auch vor Krankheiten.

Das erste Ekelthema des Nachmittags war dann der Furz. Per Fingerzeig auf dem Ekelbarometer fanden die meisten Kinder Fürze nicht besonders eklig. Jeder Mensch lässt pro Tag 10- bis 15-mal „einen fahren“ und dafür gibt es sogar eine eigene Wissenschaft: Die Flatologie. Pupsweltmeister sind die Rinder, die in freier Natur über 400 Liter am Tag pupsen, moderne Zuchtkühe sogar bis zu 1000 Liter am Tag.

Das zweite Ekelthema waren die Algen. Diese finden sich nicht nur in Meeren und Seen, sondern auch in unserem Badezimmer und in Zahnpasta, Duschcreme oder Eis.

Natürlich wurden auch die Spinnen als klassisches Ekelthema besprochen: Bärbel Oftring allerdings sieht sie als ihre besten Freunde. So wohnen bei ihr zuhause die Zitterspinnen Hans und Fritz im Keller und vor dem Fenster die Kreuzspinne Lieschen. Sie sorgen dafür, dass keine Fliegen ins Haus gelangen.

Fliegen putzen sich nämlich nicht die Füße ab, wenn sie von einem Kothaufen auf unser Marmeladebrot fliegen, und das ist richtig eklig. Spinnen sind faszinierende Tiere, die ihren Faden aus einer Körperdrüse in hoher Geschwindigkeit spinnen können und einen extrem reißfesten und trotzdem elastischen Faden produzieren.

Die Kinder waren bei den ekligen Themen natürlich mit großem Interesse dabei und wussten von vielen eigenen Ekelerfahrungen zu berichten. Am Ende bekam jedes Kind noch ein Lesezeichen und ein Buch geschenkt.

Die Kinder-Uni der Mediothek wird von der städtischen Bürgerstiftung und dem Rotary Club finanziert und richtet sich an Kinder ab acht Jahren.

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