Wohnen im Zeitalter der Digitalisierung

(Symbolbild – geralt/Pixabay)
Die Digitalisierung prägt Geschäfts- und Privatleben: Neun von zehn Deutsche nutzen das Internet regelmäßig sei es aus beruflichen Gründen, zur Informationsbeschaffung, um soziale Kontakte zu pflegen oder die Freizeit zu gestalten. Moderne Technik ist mittlerweile auch in den eigenen vier Wänden angekommen. Smart Homes sind immer mehr im Kommen: Darunter versteht man die Vernetzung von Elektrogeräten im Haus, in der Wohnung aber auch im Garten. Was manche als unnötige technische Spielerei ansehen ist für andere der Innbegriff modernen Wohnens.

Smart Home – immer mehr Menschen ein Begriff

Alles was mit Automatisierung und Robotik zu tun hat, war in der Vergangenheit manchen suspekt. Sie befürchteten die totale Kontrolle und Überwachung, die sie nicht selbst steuern können. Doch mittlerweile scheint es, als ob mehr Deutsche etwas mit dem Thema Smart Living anfangen können, hier einige Zahlen dazu aus der CONTEXT Studie „Smart Home – Faktencheck und Status Quo“

  • Im Jahr 2015 konnten gerade einmal 58 Prozent der Befragten etwas mit dem Begriff „Smart Home“ anfangen
  • 2017 waren es bereits 82 Prozent, ein Jahr später 87 Prozent.
  • Die Zahl von intelligenten Geräten im Haushalt wuchs von durchschnittlich 5,8 (im Jahr 2016) auf 8,1 (2018)
  • Während 2016 noch 42 Prozent der Befragten angaben, kein Interesse an Smart Home Produkten zu haben, waren es zwei Jahre später nur mehr 29 Prozent.

Einer der Gründe warum es immer noch Vorbehalte gegen Smart Homes gibt ist das Gefühl, dass Fremde Zugriff auf persönliche Daten haben können. Das Risiko besteht, doch mit einem vernünftigen Umgang mit Smart Home Elementen profitiert jeder Haushalt von der modernen Technik.

Für wen Smart Homes Nutzen bringen

Intelligente Geräte, die miteinander kommunizieren bringen für jede Generation Vorteile. Die Gestaltungsmöglichkeiten von Smart Homes sind mittlerweile so groß, dass sie an den persönlichen Bedarf ganz leicht angepasst werden können. Besonders beliebt sind Smart Homes bei der jungen Generation. Sie ist technikaffin und mit der Digitalisierung aufgewachsen. Für sie ist es selbstverständlich, soziale Netzwerke zu nutzen und sich in der virtuellen Welt zu bewegen. Kein Wunder also, dass sie auch vernetzten Elektrogeräten weniger skeptisch gegenüber stehen wie ältere Menschen.

Schon die Jüngsten lernen im Kindergartenalter mit Tablets und Smartphones umzugehen. Sogar sie steuern schon Smart Home Elemente wenn sie mit dem Smartphone ihre Lieblingssongs über einen drahtlosen Lautsprecher abspielen. Doch auch für Eltern bringen Smart Homes Sicherheit: Sie können dank intelligenter Technik zum Beispiel ihren Kindern auf dem Tablet nur Zugriff zu bestimmten Seiten gewähren. Schon wenn das Kind geboren wird, kommen Smart Home Anwendungen zum Einsatz: Dann nämlich wenn man mit dem Smartphone eine Webcam anspricht, die im Schlafraum des Babys angebracht ist. Die moderne Technik ersetzt die traditionellen Babyphones. Auch Tierbesitzer profitieren von Smart Home Geräten: Sie haben die Möglichkeit, Hund oder Katze unterwegs über Webcams zu beobachten. Praktisch sind auch Futterautomaten, die sich mit dem Smartphone ansteuern lassen.

Egal in welchem Alter, die Hausarbeit bereitet vielen Kopfzerbrechen. Ältere Menschen sind manchmal zu gebrechlich, um sich um die Bodenreinigung zu kümmern. In diesem Fall bietet sich ein Saugroboter an. Die Modelle erkennen Hindernisse und weichen aus. Im Haushalt zahlt es sich auch in anderen Bereichen aus, auf smarte Geräte zu setzen. Unter anderem erkennen Waschmaschinen den Füllstand der Trommel und wählen ein passendes Programm aus. Die Möglichkeit zu sparen bieten außerdem intelligente Systeme, die Heizungen bedarfsgerecht drosseln. Befinden sich die Bewohner in der Schule und an der Arbeitsstelle, wird die Raumtemperatur gesenkt. Schon wenn man zurück nach Hause ist, wird die Raumtemperatur wieder angehoben. Durch dieses System können die Heizkosten signifikant gesenkt werden. Doch auch beim Thema Sicherheit ist smarte Technik im Kommen: Unter anderem schalten Bewohner das Licht ein, wenn sie nicht zu Hause sind. Somit werden Einbrecher abgeschreckt, die vor ihrem Coup meistens genau die Gewohnheiten der Bewohner beobachten. Auch Rollläden lassen sich von unterwegs ansteuern.

Smarte Technik für die Fassade

Intelligente Elemente lassen sich auch in der Fassade integrieren. Schon seit einigen Jahrzehnten gibt es die Möglichkeit, den Eingangsbereich mit Kameras überwachen zu lassen. Heute ist es möglich, von unterwegs über das Smartphone auf die Kameras zuzugreifen. Doch auch Haustüren Aluminium sind bereits im digitalen Zeitalter angekommen. Zugang zum Eigenheim verschaffen sich Hausbesitzer zum Beispiel mit einem Code. Dieser wird über ein Zahlenfeld neben der Eingangstüre eingegeben. Ganz moderne erfolgt der Zugang zu den eigenen vier Wänden, wenn die Eingangstüre an einen Fingerscanner gekoppelt ist. Dann öffnet sich die moderne Eingangstüre durch Auflegen des Fingers wie von selbst.

Besonders praktisch bei intelligenten Eingangstüren ist, dass man über das Smartphone Zutrittsberechtigungen vergeben kann. Kündigt sich zum Beispiel ein Handwerker an oder möchte der Postbote ein Paket hinterlegen, kann über das Mobiltelefon die Türe geöffnet werden, selbst wenn sich die Bewohner nicht in den eigenen vier Wänden befinden.

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