Grillplätzen und Feuerstellen gesperrt

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(Symbolbild – skeeze/Pixabay)

Waldbrandgefahr steigt auf zweithöchste Warnstufe

Neckar-Odenwald-Kreis. Die Waldbrandgefahr erreicht am kommenden ersten Sommerferienwochenende im Kreisgebiet voraussichtlich die zweithöchste Warnstufe 4 (hohes Gefahrenrisiko) des Deutschen Wetterdienstes. „Die Niederschläge in den letzten Wochen waren nicht ausreichend, um die Feuchtigkeit der Waldböden merklich anzuheben.

Die vorhergesagten sonnenreichen Tage, leichter Wind und trockene Witterungen reichen aus, die Waldbrandgefahr in die zwei höchsten Stufen zu bringen. Bereits eine kleine Zündquelle ist ausreichend, dass sich Laub und Reisig rasch entzünden und sich ein Feuer rasant ausbreiten kann“, warnt die Untere Forstbehörde des Landkreises.

Aufgrund der hohen Gefährdungsstufe sperrt die Forstbehörde deshalb bis auf Weiteres Feuerstellen und Grillplätze im Wald gemäß den entsprechenden Regelungen des Landeswaldgesetzes mit der Maßgabe, dass dort kein Feuer angezündet oder unterhalten werden darf.

Waldbesitzer sollen mit Schildern auf das geltende Feuer- und Grillverbot hinweisen. Die Sperrung wird aufrechterhalten, solange ein Waldbrandrisiko der Stufen 4 (hohe Gefahr) oder 5 (sehr hohe Gefahr) an mindestens einem der fünf folgenden Prognosetage vorhergesagt wird.

Grundsätzlich gilt zudem: Keine Zigarette und kein offenes Feuer im und in Entfernung von unter hundert Metern zum Wald. Da auch durch heiße Brems- und Abgasanlagen von Fahrzeugen eine nicht unerhebliche Waldbrandgefahr ausgeht, sind Fahrzeuge auf den ausgewiesenen Parkplätzen oder festen Wegen außerhalb des Waldes abzustellen. Die Sperrung erfolgt zum Schutze und zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit im Wald.

Zur Einschätzung der Waldbrandgefahr nutzt die Forstbehörde den Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes. Der Index zeigt das meteorologische Potenzial für die Gefährdung des Waldes durch einen Brand und wird aus den Faktoren Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit berechnet. Der Waldbrandgefahrenindex kann online abgerufen werden.

Die meisten Waldbrände entstehen durch Fahrlässigkeit. Die Forstbehörde bittet daher – nicht nur im Hinblick auf die derzeitige Schönwetterperiode – die Bevölkerung durch umsichtiges Verhalten mitzuhelfen, die Brandgefahr einzugrenzen. Denn das Gefahrenrisiko kann von den Waldbesuchern durch Einhaltung einfacher Spielregeln und umsichtigem Verhalten in Wald und Flur reduziert werden.

Hierzu gehört insbesondere die strikte Beachtung des in der Zeit vom 01. März bis 31. Oktober geltenden generellen Rauchverbotes im Wald. Wichtig ist zudem, dass Schranken und Wege nicht mit Fahrzeugen zugeparkt werden, so dass im Notfall Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge problemlos einfahren können. Wer einen Waldbrand entdeckt, muss dies unverzüglich mit genauer Ortsangabe der Feuerwehr unter dem Notruf 112 mitteilen.

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