Next Level ist Deutscher Meister 2020

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(Foto: pm)

Für WM 2021 in Phoenix/Arizona qualifiziert / Online-Wettbewerb

Buchen. (vs) Am vergangenen Wochenende knisterte im Trainingszentrum der Buchener Streetdancer in der TSV-Halle die Spannung: hoher Besuch aus Hannover hatte sich angekündigt, das Führungsduo von „Hiphop International Germany“ (HHI Germany): Direktor Olando Amoo und seine Stellvertreterin Dini Wegner. Sie waren gekommen, um die Platzierung der Buchener „Next Level“-Crew bei den Deutschen Streetdance Meisterschaften zu verkünden. Das machten sie sehr spannend: mit einer kleinen, aber vollen Einkaufstasche betraten beide die TSV-Halle und baten die Tänzer/innen, sich im Halbkreis zu setzen. Sie sagten zunächst nichts über die Platzierung und Dini holte aus der Tasche 16 T-shirts mit HHI-Aufdruck, während Olando jedem Tänzer und jeder Tänzerin eine Urkunde so vor die Füße legte, dass nur die Rückseite zu sehen war.

„Ich zähle bis drei und dann schaut ihr auf die Vorderseite“, sagte er. Der Blick auf die Vorderseite entfesselte dann ein unglaubliches Jubelgeschrei und einige Freudentränen: Sieg!…..und wieder holten sich die Buchener Streetdancer des „Integrations- und Präventionsprojektes Hiphop-Breakdance“ (IPHB) im TSV Buchen den Titel „Deutscher Meister“ und wieder ertanzte sich damit die „Next Level“-Crew Platz 1 bei den Deutschen Meisterschaften (DM) dieses Mal im Rahmen von „Hiphop International Germany“ (HHI Germany), die coronabedingt zum 1. Mal online (im Internet) stattfanden. Damit hat sich „Next Level“ für die Weltmeisterschaften (WM) 2021 in Phoenix/Arizona qualifiziert.

Allerdings hat „Next Level“ aktuell eine andere Zusammensetzung als in den Jahren zuvor. „Next Level“ wurde nämlich im Oktober 2019 durch Integration der Gruppe „Zzyzx“ zur sogenannten Mega-Crew. So bezeichnet man bei HHI weltweit alle Gruppen mit 10 und mehr Tänzer/innen. Die „Next Level“-Crew hat nun 16 Tänzer/innen, die seit Beginn der Corona-Welle im März ihre Trainingseinheiten unter enorm erschwerten Bedingungen absolvieren mussten. Während des Lockdown-Höhepunktes war gruppenchoreografisches Training monatelang verboten. Erlaubt war eine bestimmte Anzahl von Tänzer7Innen, die im Abstand von 3 m voneinander tanzten. Unter diesen Voraussetzungen war das Einstudieren einer Choreografie für Meisterschaften unmöglich, sodass eine (inter)nationale Meisterschaft nach der anderen abgesagt  wurde, lediglich die Europameisterschaft im Rahmen der UDO (United Dance Organisation) ist auf Ende November verschoben.

Da Not erfinderisch macht, kamen der Direktor von „HHI Germany“ Olando Amoo und seine Stellvertreterin Dini Wegner im Mai auf eine ermutigende und motivierende Idee: alle an den DM interessierten deutschen Gruppen können bis zum 13. September 2020 ein Video ihrer Meisterschaftsshow hochladen, eine aus acht internationalen Judges (Juroren) bestehende Jury hat dann die Aufgabe, die Shows zu bewerten und damit zu entscheiden, welche Gruppen sich für die World Championships (=Weltmeisterschaften) 2021 in Phoenix/Arizona qualifizieren. Nach den HHI-Regeln schaffen das in jeder Kategorie immer nur die besten drei Gruppen. Olando und Dini legten ihren Plan der Chefetage der amerikanischen Weltzentrale von HHI in Los Angeles zur Genehmigung vor. Howard Schwartz, der Direktor von „HHI International“, war beeindruckt von dieser genialen Idee und empfahl sie weltweit allen 53 Ländern, die sich an HHI-Wettbewerben beteiligen.

Nachdem „Next Level“ bereits 2015 an der HHI WM in San Diego/Kalifornien teilnehmen konnte und „Zzyzx“ 2019 in Phoenix/Arizona gelang es nun beiden Crews – als „Next Level“ vereint – erneut, sich für die WM in den USA zu qualifizieren. Die 16 glücklichen Tänzer/innen hoffen nun, dass Corona ihnen 2021 keinen Strich durch die Rechnung macht.

„Next Level“ – das sind: Kevin Sauer (Choreograf + Tänzer), Nicolai Steiner, Ilayda Altinkaya, Alina Winterholler, Danny Winterholler, Michelle Walter, Erika Ivanov, Anna-Lena Elancev, Leon Meixner, Max Wisner, Moses Schäfer, Daniel Urich, Katrin + Isabell Pinneker, Anastasia Lindegrün, Hilal Baydemir und Luis Jakob.

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