Es geht um die Zukunft von Kindern

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(Foto: pm)
Seckach-Klinge. (pm) Zum Internationalen Tag der Familie rückt die Bundestagsabgeordnete Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Bündnis 90/Die Grünen) Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt, die nicht in ihren Familien aufwachsen. „Familien sind vielfältig und bunt, daran muss heute erinnert werden“, sagte die Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestags.

„Es gibt aber auch Kinder, für die Familie aus verschiedenen Gründen aus engagiertem Personal in professionellen Einrichtungen besteht. Auch diese Kinder müssen wir im Blick haben – und ihnen Chancen auf eine gute Zukunft ermöglichen.“ Die Politikerin besuchte deshalb das Kinder- und Jugenddorf Klinge in Seckach.

Die Klinge liegt mitten in der grünen Natur am Rande der kleinen Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis. Das Kinder- und Jugenddorf ist inzwischen seit 70 Jahren ein Ort, an dem junge und jüngste Menschen Sicherheit erfahren und Orientierung finden, wenn die eigene Familie kein Zuhause mehr sein kann. Pünktlich zum 70. Geburtstag wurden nun neue Gebäude fertiggestellt.

Die grüne Bundestagsabgeordnete für die Region Odenwald-Tauber, Charlotte Schneidewind-Hartnagel, stattete der in Deutschland zu den größten ihrer Art gehörenden Einrichtung einen Besuch ab und sprach mit Dr. Christoph Klotz, dem Vorstand des Trägervereins, Alexander Gerstlauer, dem Aufsichtsratsvorsitzenden, und Jana Brauß, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

„Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf“
„Ein afrikanisches Sprichwort sagt: ‚Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf.‘ Mit der Klinge wurde ein solches Dorf geschaffen, in dem Kindern ein soziales Gefüge mit qualifizierten und engagierten Ansprechpartnerinnen und -partnern zur Verfügung steht“, erklärte Schneidewind-Hartnagel. Im Kinder- und Jugenddorf werden derzeit 135 Kinder im Alter zwischen drei und 18 Jahren betreut, jeweils acht Kinder unterschiedlichen Alters pro Hausgemeinschaft.

„Man spürt sofort, dass hier versucht wird, den Wünschen und Belangen der Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden“, stellte Schneidewind-Hartnagel fest. Im Mai können nach einer Bauzeit von mehr als zweieinhalb Jahren zwei neue Häuser bezogen werden. „Unsere Kinder und die Hausleitungsfamilien sind stolz auf ihr neues Zuhause und freuen sich darüber, dass aktuell die Umzüge aus den Bestandsbauten erfolgen. Die Kinder können es kaum erwarten, in ihren neuen Zimmern zu schlafen“, so Klotz.

Auch in Zukunft Heimstätte für Kinder in Not

Das Neubauprojekt war ein erster Schritt, damit das Kinderdorf auch noch in Zukunft Heimstätte für Kinder in Not sein kann. Diesem würden weitere Schritte folgen, kündigte Klotz an. Bei der Besichtigung eines der noch nicht bezogenen Häuser, informierte sich Schneidewind-Hartnagel über die Ausstattung und auch über die verwendeten Baumaterialien. Sie begrüßte besonders die konsequente Holzbauweise.

„In der Klinge geht es um Zukunft. Um die Zukunft von Kindern. Wir Erwachsenen, die dafür verantwortlich sind, dass sie eine Zukunft haben, tragen auch die Verantwortung dafür, heute nachhaltig zu handeln.“ Deshalb sei es so wichtig, dass gerade an einem solchen Ort umweltbewusst für die Zukunft gebaut werde. Eine nachhaltige Bauweise war uns besonders wichtig, daher haben wir einen Holzbau umgesetzt. Dank der Holzoberflächen in den Innenräumen konnte für die Kinder eine Heimeligkeit und Wärme erreicht werden, die ihresgleichen sucht.“ erläuterte Klotz.

„Hier und heute brauchen die Kinder einen Heimatort, Wärme, Geborgenheit, Akzeptanz und Sicherheit“, erklärte die grüne Abgeordnete für den Wahlkreis Odenwald-Tauber. „Morgen brauchen sie einen Planeten, der ihnen die Lebensgrundlagen bietet, die auch die Generationen zuvor hatten“, ergänzte sie.

„Das Kinder- und Jugendhaus Klinge steht exemplarisch für eine Vielzahl von Einrichtungen, die für die jungen Menschen die Gegenwart und die Zukunft im Blick haben. Damit leisten sie vieles von dem, was für andere Kinder ihre Familien leisten – und sie verdienen damit die Dankbarkeit der gesamten Gesellschaft.“

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