»Starkes Engagement und großes Herz«

(Foto: pm)

Zehn Jahre Ambulante Kinderhospizdienst Neckar-Odenwald-Kreis e.V.

 Mosbach. (pm) Seit nunmehr zehn Jahren begleitet der Ambulante Kinderhospizdienst Neckar-Odenwald-Kreis e.V. ganze Familien bis zum Tod erkrankter Kinder oder Elternteile – und sorgt auch darüber hinaus für sie, erfuhr die Bundestagsabgeordneten Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Bündnis 90/Grüne) bei einem Besuch der Vereinsvorsitzenden Felizitas Zürn. Die Politikerin nutzte die Gelegenheit, allen zu danken, die im vergangenen Jahrzehnt an dieser wichtigen Aufgabe mitgewirkt haben. Die Hilfe stehe für starkes Engagement und ein großes Herz.

Sie unterstützen lebensbegrenzend erkrankte Kinder und deren Familien, helfen auf einem sehr schwierigen Weg und begleiten die Familien in ihrer Trauerarbeit.

Der Vereinsvorsitzenden Felizitas Zürn ist es ein besonderes Anliegen, betroffene Familien zu ermutigen, professionelle Hilfe anzunehmen. Das Unbegreifliche zu begreifen, den Lebensalltag neu zu organisieren und neue Lebensperspektiven zu entwickeln, sind Aufgaben, denen sich durch das Engagement des Vereins niemand im Neckar-Odenwald-Kreis allein stellen muss. Die angebotene professionelle, psychosoziale Begleitung, aber auch Zusammenkünfte der Betroffenen sorgen für Hilfe in der schweren Zeit.

Jeder kann dem Verein helfen, diese wichtige Aufgabe auch in Zukunft zu erfüllen. Im März beginnen neue Ausbildungskurse für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer. Auch auf Spenden ist der Verein angewiesen. Interessierte können sich im Büro der Bundestagsabgeordneten Charlotte Schneidewind-Hartnagel, in Mosbach, informieren, wie sie die Hospizarbeit in unserem Kreis unterstützen können.

Wichtige Arbeit ins Bewusstsein rücken

Kinderhospize leisten eine wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft. Viele der 50.000 in Deutschland lebenden Kinder mit einer verkürzten Lebenserwartung nutzen mit ihren Familien ambulante und stationäre Angebote. Diese Einrichtungen begleiten die gesamte Familie bis zum Tode des erkrankten Kindes. Kranke Kinder und ihre Familien erfahren Unterstützung, Entlastung und Verständnis.

Seit nunmehr 14 Jahren macht der bundesweite „Tag der Kinderhospizarbeit“ am 10. Februar auf die Situation lebensverkürzend erkrankter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener aufmerksam. Mit grünen Bändern der Solidarität wird der Aufruf verbunden, dass sich immer mehr Menschen mit den erkrankten Kindern und deren Familien verbünden.

Die Abgeordnete teilte im Rahmen des Gesprächs mit Felizitas Zürn mit, dass sie sich an diesem Aufruf beteiligt. „Auch an meinem Büro machen grüne Bänder darauf aufmerksam, dass Hospizarbeit für Kinder und Jugendliche Unterstützung braucht. Und ich möchte möglichst viele Menschen dafür gewinnen, grüne Bänder an Fenstern, Autoantennen oder Bäumen zu befestigen“, ruft Schneidewind-Hartnagel auf. Grüne Bänder stellt die Politikerin in ihren Büros in Bad Mergentheim und Mosbach zur Verfügung.

Die Solidarität gelte nicht nur den betroffenen Kindern, sondern auch deren Umfeld. Die Familien, insbesondere die Geschwister, leiden unter enormen Belastungen, erfuhr die grüne Abgeordnete von Zürn. Mit der Diagnose werde deren Leben auf den Kopf gestellt. Sie müssten nicht nur das Unbegreifliche begreifen, sondern auch neue Lebensperspektiven entwickeln und den Lebensalltag neu organisieren. „Geschwister wachsen angesichts solcher Situation in einem Spannungsfeld zwischen Behütet- und Auf-sich-gestellt-Sein auf und leiden als „Schattenkinder“ massiv“, so Zürn.

„Auch für sie leisten Kinderhospize unbezahlbare Dienste“, so das Fazit von MdB Charlotte Schneidewind-Hartnagel.

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