Zehn Jahre AED-Initiative

(v.l.n.r.)
Prof. Dr. Matthias Fischer (li.), Vorsitzender der agswn, überreichte in Baden-Baden den Ahnefeld-Preis an Landrat Dr. Achim Brötel (2.v.li.), Vorsitzender der Kommunalen Gesundheitskonferenz, Melanie Rudolf (2.v.re.) von der Geschäftsstelle sowie Priv.-Doz. Dr. med. Harald Genzwürker (re.), Notfallmediziner und Ärztlicher Leiter der Neckar-Odenwald-Kliniken. (Foto: pm)

Mit F. W. Ahnefeld-Preis ausgezeichnet

Baden-Baden.  (pm) Die AED-Initiative war eines der ersten Projekte, welches die Mitglieder der Kommunalen Gesundheitskonferenz im Neckar-Odenwald-Kreis begonnen haben. Angestoßen im Jahr 2012 von Priv.-Doz. Dr. Harald Genzwürker, Notfallmediziner und Ärztlicher Leiter der Neckar-Odenwald-Kliniken, und Landrat Dr. Achim Brötel, Vorsitzender der Kommunalen Gesundheitskonferenz, ist das Projekt nach rund zehn Jahren zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Am vergangenen Samstag wurde die Initiative mit dem renommierten F. W. Ahnefeld-Preis gewürdigt. Das Leuchtturmprojekt setzt in der Praxis wichtige Impulse zur Verbesserung der Versorgung von Notfallpatienten, so die Begründung der sechsköpfigen Jury. Landrat Dr. Achim Brötel, Dr. med. Harald Genzwürker und Melanie Rudolf von der Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz stellten die AED-Initiative in Baden-Baden vor und nahmen die Auszeichnung entgegen. Das Preisgeld beläuft sich auf 2.500 Euro und wird in das Projekt fließen.

„Der Ahnefeld-Preis ist ein tolle Anerkennung an alle, die in das Projekt involviert waren oder sind“, erklärt Landrat Brötel. Bei dem Preis handelt es sich um eine Auszeichnung der Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Notärzte e.V. (agswn). Der Preis wurde zum vierten Mal im Rahmen der 36. Notfallmedizinischen Jahrestagung der agswn im Kongresshaus Baden-Baden verliehen.

Das preisgekrönte Projekt aus dem Neckar-Odenwald-Kreis hat eine flächendeckende Versorgung mit Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) zum Ziel: „Bei einem Kreislaufstillstand zählt jede Minute. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte leisten Ersthelfer durch eine rasche Herzdruckmassage in Verbindung mit einem AED einen überlebenswichtigen Beitrag“, bestätigte Dr. Genzwürker als fachlicher Begleiter des Projekts die Bedeutung der Initiative.

„Mit über 280 Defibrillatoren sind wir auch mit einer relativ großen Fläche auf einem guten Weg hin zu einer herzsicheren Region“, stellte Brötel fest. Das Erreichte haben die Verantwortlichen auch maßgeblich den zahlreichen Unterstützern aus diversen Einrichtungen, regionalen Geldinstituten, Kommunen, Vereinen, Privatpersonen sowie natürlich den Betreibern der Geräte selbst zu verdanken.

Der Projektstart konnte vor zehn Jahren mit einer Anschubfinanzierung zügig vorangetrieben werden. Nach zahlreichen Interessensbekundungen wurden im Januar 2013 rund 80 Defibrillatoren beschafft. Ein wichtiger Meilenstein konnte im Jahr 2019 mit der Installation des 200. Geräts in der Sport- und Spielhalle in Buchen erzielt werden. In den 14 Stadtteilen vereinen sich so auf ein Gerät weniger als 300 Einwohner. Buchen wird daher auch die „Defi-Hauptstadt“ genannt.

Aktuell befinden sich 285 AEDs im Kreis. Die Standorte werden in einer interaktiven Karte auf der Homepage des Neckar-Odenwald-Kreises sowie in der bundesweiten App Defikataster festgehalten. Die Karte ist im Servicebereich unter www.neckar-odenwald-kreis.de bei den Online-Diensten zu finden. Die App kann in den bekannten Stores kostenlos heruntergeladen werden.

Im Laufe der Jahre entstanden durch die Initiative weitere Aktionen und Maßnahmen wie beispielsweise die regelmäßige Beteiligung an der Woche der Wiederbelebung, die Aktion Defi-Detektive oder die Nutzung von Synergieeffekten beim Pilotprojekt Mobile Retter. Landrat Dr. Brötel betonte in Baden-Baden: „Die bisherigen Anstrengungen haben sich absolut gelohnt und wir werden nicht müde, uns weiterhin für eine kreisweite Abdeckung mit AEDs einzusetzen“. Mit Blick auf das weitere Vorgehen ergänzte Melanie Rudolf: „Unser Fokus der nächsten Jahre liegt zudem auf einer guten Verfügbarkeit. Ein Großteil der Geräte sollten idealerweise täglich 24 Stunden erreichbar sein“.

Unterstützer und Interessenten dürfen sich jederzeit mit Fragen sowie neuen und geänderten Standorten an die Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz wenden unter 06261 84-1002 oder melanie.rudolf@neckar-odenwald-kreis.de. Die Kommunale Gesundheitskonferenz bedankt sich bei allen, die sich in die AED-Initiative eingebracht haben und weiterhin einbringen werden.


Die interaktive Karte erfasst auf der Homepage des Landkreises alle 285 AED-Standorte im Neckar-Odenwald-Kreis. (Grafik: pm)
 

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