Über 500 Ukraine-Flüchtlinge untergebracht

(Foto: pm)
Rhein-Neckar-Kreis.  (pm) Nachdem erst Mitte vergangener Woche die ersten geflüchteten Menschen aus der Ukraine dem Rhein-Neckar-Kreis für die vorläufige Unterbringung zugewiesen worden waren, ging es am Wochenende Schlag auf Schlag: Immer wieder hielten am Samstag in Schwetzingen und am Sonntag in Weinheim bis zum späten Abend vor den dortigen Kreissporthallen Busse, die aus dem Ankunftszentrum in Heidelberg geflüchtete Menschen brachten.

In Schwetzingen und in Weinheim sind nun aktuell jeweils rund 200 Geflüchtete (Stand: Sonntagabend, 20. März) in der vorläufigen Unterbringung des Kreises; dazu kommen rund 140 Personen aus der Ukraine, die in Gemeinschaftsunterkünften (GUK) vorübergehend Obdach gefunden haben.

Um alle durch das Regierungspräsidium Karlsruhe zugewiesenen Flüchtenden vorläufig unterbringen zu können, musste der Rhein-Neckar-Kreis kurzfristig auf seine beiden Kreissporthallen beim Zentrum Beruflicher Schulen in Weinheim und Schwetzingen zurückgreifen. In einem Kraftakt bauten haupt- und ehrenamtliche Helfer am Donnerstag und Freitag, in Weinheim rund 250 und in Schwetzingen 200 Betten und Spinde auf. Zudem musste für die komplette Logistik (Sicherheitsdienst, Essensverpflegung, Corona-Testmöglichkeiten etc.) gesorgt werden.

Am Samstag waren in Schwetzingen rund 30 Mitarbeiter des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis im Einsatz, als kurz nach 10 Uhr der erste Bus mit geflüchteten Menschen eintraf. „Wir sind intensiv auf der Suche nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten und versuchen, die Menschen so schnell wie möglich in die Anschlussunterbringung in den Kommunen zu vermitteln, aber in der gegenwärtigen Lage ist eine andere Lösung so kurzfristig nicht machbar“, sagt Landrat Stefan Dallinger, der sich heute in der Kreissporthalle Weinheim zusammen mit dem Weinheimer Oberbürgermeister Manuel Just selbst ein Bild von der Lage vor Ort machte. „Sofern der Kreis unsere Unterstützung benötigt, steht die Stadt Weinheim selbstverständlich bereit“, sicherte Just schnelle und unbürokratische Hilfe zu.

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