Bioenergietonne ist aktiver Klimaschutz

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 Fleisch- und eiweißhaltige Küchen- und Speiseabfälle gehören nicht auf den Gartenkompost. Hier ist die Bioenergietonne die ideale Ergänzung. (Foto: pm)
Buchen.  (pm) Küchenabfälle und Essensreste sind zu schade für die Restmülltonne – diese gehören in die Bioenergietonne (BET). Der Grund dafür ist genauso einleuchtend wie einfach. Landen Essensreste in der Restmülltonne, wird zwar beim üblichen Entsorgungsweg im Müllheizkraftwerk Strom und Wärme erzeugt, aber es wird auch „viel Wasser verbrannt“.

Das geht deutlich besser. Kommen Bioabfälle in die Bioenergietonne, entsteht am Ende wertvoller Kompost. Dieser hilft, Humus auf den Äckern und Felder aufzubauen und diese zu düngen und trägt so dazu bei, den immer teurer werdenden Mineraldünger zumindest teilweise zu ersetzen.

Je nach Verwertungsverfahren wird bei der sogenannten Kaskadennutzung in einer Vergärungsanlage zuerst Strom und Wärme erzeugt, um dann wertvollen Kompost herzustellen – alternativ kann dieses Material auch direkt kompostiert werden. Bioabfälle sammeln ist daher aktiver Umwelt- und Klimaschutz.

Seit der Einführung der Bioenergietonne (BET) im Neckar-Odenwald-Kreis im Jahr 2020 liegt die Anschlussquote bei gut 50 Prozent der Haushalte. „Kein schlechter Wert“, so KWiN Vorstand Dr. Mathias Ginter, „wir wollen aber noch mehr Bioenergietonnen bei den Haushalten haben“.

Die Entscheidung sollte eigentlich einfach sein, denn die BET ist bereits in der Abfall-Grundgebühr enthalten, es entstehen somit keine zusätzlichen Kosten für die Haushalte. Nebenbei bemerkt gibt es auch monetäre Vorteile bei allen Beteiligten: Die Entsorgung bzw. Weiterverarbeitung von Biomüll ist günstiger als die von Restmüll, was wiederum gut für die Gebührenzahler ist.

In die BET kommen Obst- und Gemüseabfälle, Essensrest, Lebensmittelabfälle ohne Verpackung, Kleinmengen Grünabfälle und Balkonpflanzen. Nicht hinein dürfen Kunststoffbeutel, Glas und Metall, Verpackungen und Folien, Medikamente, Spritzen, Staubsaugerbeutel, Kleintierstreu und Asche.

Auch die so genannten „biologisch abbaubaren Kunststoffbeutel“ sollen laut der KWiN nicht verwendet werden. „Diese bauen sich in der vorgegebenen Prozesszeit im Kompostwerk nicht vollständig ab – als Ergebnis landen dann Plastikschnipsel auf den Äckern und irgendwann als Mikroplastik im Boden und im Grundwasser – das will niemand“, so der Apell von dem Bereichsleiter Abfallwirtschaft, Thomas Gambke.

Hier seien die überall erhältlichen Papier-Kompostbeutel bzw. Zeitungspapier zusammen mit den mitgelieferten Vorsortierbehältern eine ideale Lösung. Unter www.kwin-online.de/bioenergietonne sind nützliche Tipps zu diesem Thema zu finden.

Auch für Eigenkompostierer ist die Bioenergietonne sinnvoll, denn fleisch- und eiweißhaltige sowie gekochte Küchenabfälle und kranke Pflanzenteile gehören nicht in den eigenen Komposthaufen, um Nagetiere und Unkraut sowie Pflanzenkrankheiten fernzuhalten.

Die BET sind mit einem innovativen Biofilterdeckel ausgestattet, der die Tonne möglichst dicht verschließt und somit Insektenbefall verhindert. Zudem sorgt der Biofilter aus Kokosfaser dafür, dass praktisch keine Gerüche mehr freigesetzt werden können.

Weitere nützliche Tipps findet man unter www.awn-online.de/bioenergietonne. Auch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft gibt mit Videos wertvolle Tipps (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Biotonne richtig nutzen).

Die Bestellung einer BET ist einfach: Online über www.awn-online.de, Menüpunkt „Mülltonnen-Service“ oder telefonisch unter 06281 906-0.

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