Begeisterung beim zweiten Hörspielabend

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(Foto: Klaus Vogel)
Osterburken. (kv) Mit „Zuviel Geständnisse“ (What do you think?) von Francis Durbridge endete am Freitagabend die von Sebastian Ehrenfried gestaltete Retro-Krimihörspielreihe der Mediathek Osterburken erfolgreich. Zur passenden Atmosphäre trugen wiederum zwei funktionierende Empfangsgeräte aus der Hochzeit der Radiohörspiele bei (vgl. Bild), aus denen auch das zweite Beispiel für die Zuhörerinnen und Zuhörer in den neuen Räumen auf damalige Art und Weise erklang – „Ein leises Knistern, dann wird es still.“

Das knapp zweistündige, aber äußerst kurzweilige Programm begann mit einer Präsentation bekannter deutscher Hörspielreihen der Gegenwart: „Die drei ???“ (ab 1979), „TKKG“ (ab 1981), „Fünf Freunde“ (ab 1978), „Geisterjäger John Sinclair“ (ab 1981) und „Sherlock Holmes – Die neuen Fälle“ (ab 2012). Betrachtet wurden Aspekte wie Autor, Vorlagen in Form von Büchern oder Heften, Schauplätze, Zahl der Folgen sowie Sprecherinnen und Sprecher. Die Überleitung zu „Zuviel Geständnisse“ lieferte ein Blick auf das Werk von Francis Durbridge (1912–1998).

Für seinen Durchbruch als Hörspielautor sorgte die Figur des Kriminalschriftstellers und Hobbydetektiven Paul Temple (22 mehrteilige Serien und zwei Einteiler). Im deutschsprachigen Raum adaptierten die ARD-Rundfunkanstalten (vor allem der NWDR/WDR) zwischen 1949 und 1967 davon 15 als aufwendige Radio-Mehrteiler. Mehrteilige TV-Kimis wie „Das Halstuch“ (1962), „Melissa“ (1966) und „Das Messer“ (1971) erreichten Einschaltquoten von fast 90 Prozent und waren echte Straßenfeger.

Und dann ging es los mit dem Stück von 1982: Der Kriminalschriftsteller Francis Layton gesteht gegenüber Inspektor Meldford mehrere Morde. Aber als die Polizei den Dingen nachgeht, stellt sich heraus, dass nichts von dem Erzählten stimmt: Layton scheint absichtlich Realität und Fiktion zu vermischen. Doch als dann ein echter Mord geschieht und Layton die Tat erneut gesteht, beginnt das raffiniertes Verwirrspiel endgültig… Ein Blick auf die in eine Rahmenhandlung eingebettete längere Fassung mit dem Titel „Der Fall Greenfield“ schloss den Hauptteil ab.

Mediathekleiterin Pertra Berger bedankte sich abschließend bei Sebastian Ehrenfried für die gelungene Einführung des Hörspiel-Genres in das Veranstaltungsportfolio der Mediathek und zwei gleichermaßen lehrreiche wie spannende erste Abende in den gerade bezogenen neuen Räumen. Nach dem erfolgreichen Start soll im Jahresprogramm 2027 die Fortsetzung folgen; Anregungen und Wünsche zur thematischen Ausrichtung (z.B. Literatur oder Science-Fiction ) werden sehr gerne entgegengenommen.

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Genehmigung für Windpark Waldbrunn erteilt

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