CDU-Abgeordnete zum Bundeswehrstandort Hardheim

21.07.10

Peter Hauk MdL und Alois Gerig MdB erklären: Noch keine endgültige Entscheidung – Stellungnahme von Verteidigungsminister zu Guttenberg erhalten

Hardheim. „Die Bundeswehr steht insbesondere durch die Auslandseinsätze, aber auch im Grundbetrieb großen Herausforderungen und enormer Verantwortung gegenüber. Gerade für unsere Region ist die Bundeswehr auch von struktureller und persönlicher Bedeutung“, erklären der Bundestagsabgeordnete Alois Gerig sowie der hiesige Landtagsabgeordnete Peter Hauk (beide CDU). Deshalb sei man natürlich daran interessiert die Standorte in der Region zu halten und damit auch ihre direkten und indirekten Arbeitsplätze.

Nach der Bekanntgabe der Pläne zum schneller als ursprünglich vorgesehen Vollzug der Auflösung des Panzerflugabwehrkanonenbataillons 12 und zur Aufstellung des neuen Flugabwehrsystemverbandes sind die beiden Abgeordneten auch frühzeitig an den verantwortlichen Bundesminister der Verteidigung Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit der Bitte um Erhalt des Bundeswehrstandortes Hardheim herangetreten. In einer nun erhaltenen Stellungnahme macht zu Guttenberg deutlich, dass die Identifizierung möglicher Defizite im Bereich des Heeres eine ständige Aufgabe sei und als ein Ergebnis dieses kontinuierlichen Prozesses im Heer auch die Aufgaben der heutigen Flugabwehrtruppenteile am Standort Hardheim überprüft werden. Allerdings kündigt das Verteidigungsministerium an, dass es wohl zu einer Reduzierung der Personalstärke am Standort Hardheim kommen werde, „nicht zuletzt um neue, unverzichtbare Fähigkeiten zum Schutz unserer Soldaten und Einrichtungen im Auslandseinsatz zu schaffen“, lautet es in der Stellungnahme von zu Guttenberg. Weitere Veränderungen bezüglich der künftigen Streitkräftestrukturen ließen sich derzeit nicht seriös ableiten, so der Verteidigungsminister weiter.

Eine Schließung des Standortes Hardheim konnte somit erwartungsgemäß nicht bestätigt werden, was die beiden Neckar-Odenwälder Abgeordneten positiv stimmt, denn schließlich seien in den letzten Jahren auch gezielte Investitionen in den Bundeswehrstandort getätigt worden, was somit auch auf einen mittelfristigen Erhalt des Standortes hoffen lasse.

„Im Neckar-Odenwald-Kreis sind nicht nur viele Arbeitsplätze an die Bundeswehr gebunden, die Streitkräfte sind auch ein wichtiger Auftraggeber für die mittelständische Wirtschaft, ins-besondere für Bau- und Handwerksunternehmen“, erklären die beiden Abgeordneten. Eine weitere Truppenreduzierung in Hardheim würde die ländlich geprägte Region hart treffen und wäre nur schwer zu verkraften, so Hauk und Gerig unisono. Zudem konnte die Bundeswehr in der Vergangenheit bereits gelegentlich Vereine und ehrenamtliche Projekte bei der Realisierung unterstützen. Es bestehe schon seit langer Zeit eine enge Partnerschaft zwischen Bundeswehr und den Gemeinden, die in den Jahren des harmonischen Miteinanders gewachsen sei.

In den vergangenen Jahren musste die Region durch Standortschließungen und -verlagerungen der Bundeswehr bereits erhebliche Lasten schultern. Genannt sei beispielsweise der Abzug der Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 11 aus Neckarzimmern. Dieser Entwicklung wollen sich die Abgeordneten auch weiterhin mit aller Macht entgegenstemmen, wie sie in ihrer gemeinsamen Mitteilung erklären, und sich für den Erhalt der Bundeswehrstandorte im Neckar-Odenwald-Kreis nachhaltig einsetzen.

Scharf verurteilten Gerig und Hauk die Haltung der Grünen im Neckar-Odenwald-Kreis, die mit ihrem Votum leichtfertig Hunderte von Arbeitsplätzen bei der Bundeswehr aufs Spiel setzten.

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