Vortrag zur Photovoltaik erfreut sich großen Interesses – Vortragsreihe beendet
Katzental. (wa) Zahlreiche interessierte Gäste begrüßte der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Billigheim, Mischa Waldherr, dieser Tage im Katzentaler Gasthaus „Schefflenztal“. Man hatte zum bereits vierten und damit abschließenden Vortrag aus der im vergangenen Jahr gestarteten Vortragsreihe „Energie heute – Nutzung und neue Möglichkeiten für jedermann“ eingeladen. Für diesen Abend konnte man Steffen Holejko, Regionalberater der ZEAG Energie AG, gewinnen, der fachlich zum Thema Photovoltaik informierte.
„Das Sonnenlicht hat eine super Presse“, begann Holejko, denn schließlich gelte es als eine regenerative, saubere Energieform. Die Photovoltaik beschreibt dabei die Technik, diese unerschöpfliche Energiequelle zu nutzen. „Im Bereich der Raumfahrt wären ohne die Photovoltaik der Betrieb von Satelliten oder Weltraumteleskopen undenkbar. Schließlich produzieren die Solarzellen den benötigten Strom für den Antrieb.“
Über die Technik, die den Solarzellen zur Stromgewinnung zugrunde liegt, kam Holejko zu einer Darstellung, die anhand einer eingefärbten Karte die durchschnittliche Zahl der Sonnenstunden in Deutschland darstellte. „Man sieht, südlich der Main-Linie – und damit ja gerade bei uns – kann es mit über 1000 Sonnenstunden pro Jahr durchaus attraktiv für den Betrieb einer Photovoltaikanlage sein.“ Allerdings komme es aber auf eine optimale Aufstellung bzw. Anbringung der Module an. So sei neben der weithin bekannten Südausrichtung vor allem der Aufstellwinkel einer Anlage zu beachten: „25 bis 35 Grad sind am besten geeignet, um einen bestmöglichen Wirkungsgrad und damit auch die Rentabilität zu gewährleisten“, so der Fachmann.
Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Vortragsreihe – „Energie heute“ beendet“ url=“https://www.nokzeit.de/?p=8743″] „Dadurch, dass die Stromzellen in Reihe geschaltet sind und Gleichstrom produzieren, muss vor der Installation der genaue Schattenwurf umliegender Bäume oder des Kamins mitberechnet werden. Denn wenn irgendwo ein Schatten auf die Zellen fällt, stoppt der gesamte Prozess“, warnte Holejko. Eine gute Dichtung der Module sei zudem unabdingbar, um zu gewährleisten, dass kein Wasser eindringen kann. Darauf wurde das Thema auf die Qualität der Module gelenkt. Ein anwesender Anlagenbetreiber rechnete vor, welche Leistungsunter-schiede mit unterschiedlichen Modulen festzustellen wären.
Großen Raum nahm das Thema der staatlichen Förderung von Photovoltaik-Anlagen ein. So wird dem Anlagebetreiber über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 20 Jahre zuzüglich des Jahrs der Inbetriebnahme eine staatlich garantierte Einspeisevergütung ausbezahlt. Diese Vergütung richtet sich nach dem zu dem Zeitpunkt geltenden Tarif sowie dem Anlagentyp. „Zwar sinken diese Vergütungssätze ständig, doch kann sich ein Einstieg immer noch lohnen, da auch die Investitionskosten fallen“, so Holejko. Zudem werde auch der Eigenverbrauch des Stromes gefördert und nach dem Ende der Vertragslaufzeit lasse sich so der Strom auch weiterhin selbst verbrauchen und mache ein Stück unabhängiger.
Zum Abschluss dankte Waldherr dem Referenten mit einem Präsent für den informativen und praxisnahen Vortrag und hielt einen kurzen Rückblick auf die nun erfolgreich abgeschlossene Vortragsreihe. Viele Anwesende nahmen dann im Anschluss die Möglichkeit wahr, um dem Referenten noch einige Fragen zu stellen und Tipps für eine Investition in eine eigene Photovoltaikanlage zu bekommen.