Eisbrecher ganztägig im Einsatz

Mildere Temperaturen unterstützen die Arbeiten am unteren Neckar

Eisversatz auf der Strecke. (Foto: WSA)

Neckar. (pm) „Heute waren wieder den ganzen Tag die Eisbrecher im Einsatz“ sagt der Leiter des „Krisenstabes Eis“ im Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg, Jochen Bode. Die Aufbrucharbeiten vor den Wehren sind gestern gut vorangekommen. Es konnte viel Eis abgeführt werden. „Wir brechen das Eis immer entgegen der Fließrichtung des Neckars, damit Platz für nach brechendes Treibeis vorhanden ist“ erklärt Bode den operativen Einsatz der Eisbrecher. „Jeder Schiffsführer hat dabei seine eigene Technik. Die milderen Temperaturen unterstützen uns ein wenig, da die Neubildung von Eis nur noch gering ist.“


Heute lag das Hauptaugenmerk auf den Schifffahrtskanälen in Ladenburg und Wieblingen, in denen das Eis Dicken von bis zu 40 cm aufweist. „Mit unseren Verwaltungsbooten stoßen wir hier an Grenzen, deshalb hohlen wir das Schubboot Müller III von seinem derzeitigen Eisatzort Heilbronn in den oberen Vorhafen der Schleuse Feudenheim. Das Schubboot kann auch mit 40 cm dickem Eis fertig werden“ erläutert der Leiter des Außenbezirkes in Heidelberg, Horst Hupe. „Dazu wurden heute die Haltungen der Odenwaldstrecke zwischen Neckargemünd und Rockenau gebrochen. Hier waren Eisdecken auf freier Strecke von bis zu 10 cm anzutreffen“ so Hupe weiter.

Fotostrecke zur Eislage am Neckar[nggallery id=130](Fotos: WSA)

Gestern ist den Beschäftigten des Außenbezirkes in Bad Friedrichshall gelungen, den Wehrverschluss in Neckarzimmern wieder gangbar zu bekommen. Dies ist deshalb so wichtig, da ein kleines Hochwasser im Laufe der nächsten Tage prognostiziert wird. Die Bemühungen die Wehrverschlüsse in Neckarsulm freigängig zu bekommen, gingen heute den ganzen Tag weiter.

Es sind weiterhin wegen der Eisbildung am Neckar zwischen Mannheim und dem Hafen Heilbronn über 50 Schiffe gestoppt. „Für die Wiederfreigabe der Schifffahrt wird die Eingangsschleuse Mannheim-Feudenheim immer mehr zum entscheidenden Faktor. Die vereisten Torkonstruktionen haben Tonnen von Zusatzgewicht, so dass sie sich nicht mehr anheben lassen. Zudem sind die Laufrollen festgefroren. Wir brauchen funktionsfähige Schleusenkammern in Feudenheim, um das Eis aus dem oberen Vorhafen und dem Seitenkanal Ladenburg abführen zu können“ erläutert Jörg Huber, Amtsleiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg.


Heute wurden die Eisaufbrucharbeiten durch die „Oberrhein“ des Hafenamtes Mannheim unterstützt. Der Eisbrecher des Hafenamtes hat den unteren Vorhafen der Schleuse in Mannheim-Feudenheim gebrochen.

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