„Bildungsfrust statt grün-rotem Bildungsaufbruch“

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CDU befürchtet dramatische Veränderungen in unserer Schulllandschaft

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Schon beim Gespräch der CDU-Kreistagsfraktion mit der Schulleitung der Gewerbeschule Mosbach, das kürzlich stattfand (wir berichteten), wurde die Sorge geäußert, dass künftig kleinere Klassen gestrichen werden. Nach den nun bekanntgegebenen Plänen der Landesregierung, bis 2020 mindestens 11.600 Lehrerstellen zu streichen, wird diese Gefahr sehr konkret, so die CDU-Kreistagsfraktion in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause.


CDU-Fraktionsvorsitzender Karl Heinz Neser erinnerte daran, dass Grün-Rot in der Oppositionszeit noch mehr Lehrerstellen gefordert hatten. Neser: „Die jetzigen Pläne stellen alles auf den Kopf, was Grün-Rot im Wahlkampf gesagt und im Koalitionsvertrag niedergeschrieben hat“. Statt dem verkündeten „Bildungsaufbruch“ in Baden-Würtemberg, dass mit den CDU-regierten Bayern und Sachsen in der Bildungspolitik an der Spitze aller Bundesländer stand, erlebe man nun einen „Bildungsabbruch“.

Denn eine Streichung in diesem Ausmaß kann nicht zu mehr Bildungsqualität führen. Bei den Lehrern und Schulleitern herrsche sehr viel „Bildungsfrust“ und trauere man den „guten CDU-Zeiten“ nach. Die Konzentration auf größere Schuleinheiten ist beabsichtigt und wird vor allem den ländlichen Raum treffen, nicht nur die Kreisberufsschulen, sondern alle Schularten. Selbst die Bestandsgarantie des Ministerpräsidenten für die Grundschulen sei da nicht einmal mehr zu halten.

Wie man angesichts solcher dramatischen Veränderungen in der Schullandschaft der Gemeinden und des Landkreises von „erfolgreicher Regierungspolitik“ wie kürzlich der SPD-Kreisvorstand sprechen könne, sei sehr verwunderlich.

Ein anderes Thema, das sehr intensiv diskutiert wurde, waren die Pläne der Kreisverwaltung zum Umbau und der Erweiterung der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Hardheim. Dass hier etwas getan werden muss, ist seit längerem klar. Deshalb unterstützt auch die CDU-Fraktion das bauliche Konzept der Verwaltung zur Modernisierung. Was die bauliche Erweiterung betrifft, sollten erst noch Entscheidungen der Landesregierung abgewartet werden. Seit längerem ist eine Erhöhung der Wohnfläche von 4,5 auf 6,5 qm pro zugewiesenem Asylbewerber im Gespräch. Nach dem Konnexitätsprinzip müsste dann das Land mehr an die Stadt- und Landkreise zahlen.


Als finanzschwacher Landkreis sei man auf diese Landesgelder angewiesen. Die CDU-Fraktion fordert deshalb Grün-Rot auf, bald für Klarheit zu sorgen, wenn die Erweiterung im Haushaltsjahr 2013 umgesetzt werden soll. „Es nützt keinem, wenn die Landesregierung nur darüber redet, aber nicht handelt.“

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1 Kommentar

  1. „Erhöhung der Wohnfläche von 4,5 auf 6,5 qm“

    wow, das sind ja mehr als die 10% zuwachs, nach denen hühner ihr zuhause nicht mehr käfig nennen dürfen …

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