MuT – Mädchen und Technik ist kein Widerspruch

MuT Maedchen und Technik ist kein Widerspruch

Laboringenieur Peter Hülsebusch erklärt den Schülerinnen, dass es auch in den Theoriephasen des Dualen Studiums darum geht, das angeeignete Wissen am Objekt in der Praxis zu erproben. (Foto: pm)

Mosbach. (pm) Sie sind erst in der neunten Klasse und planen ihre berufliche Zukunft schon ziemlich zielstrebig. Sehr aufmerksam folgten neun Realschülerinnen und drei Gymnasiastinnen dem Vortrag von Prof. Dr. Volkhard Wolf über das ganz besondere Studienangebot an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Sie waren im Rahmen des Projekts „MuT“ (Mädchen und Technik), das die Bundesagentur für Arbeit Tauberbischofsheim und der Verein „Lernende Region Heilbronn-Franken“ gemeinsam organisiert haben, an die DHBW Mosbach eingeladen.

Nicht nur bei den Abiturienten komme das Duale Modell, das die Theorie ganz nah an der Praxis vermittle, gut an, sondern auch bei den Firmen, erklärte Prof. Wolf. „Was wir hier machen, finden die Betriebe total toll“, sagte er und schwärmte vom „märchenhaften Aufstieg“ der DHBW Mosbach. Obwohl im ländlichen Raum, ist der Standort Mosbach landesweit der drittgrößte von insgesamt acht Standorten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Tolle Aufstiegschancen, Studium und Berufserfahrung zugleich, die ständig überprüfte, hohe Qualität der Ausbildung und ein akademischer Abschluss, der Bachelor, nach nur drei Jahren – das alles mache den „Charme“ des Dualen Studiums an der DHBW Mosbach aus.




„Nur Mut“, mochte man den zwölf Mädchen zurufen, die wissen wollten, wie gut man in Mathematik sein müsse, ob man bei den Prüfungen auch mal durchfallen dürfe oder eventuell sogar die Studienrichtung wechseln könne, wenn einem das „gewählte Fach vielleicht doch nicht so liegt“. „Wer mit dem richtigen ‚Biss‘ mitmacht, der kann mit unserer Unterstützung rechnen“, versicherte Prof. Wolf. „Unser Vorteil ist, dass unsere Studierenden in kleinen Gruppen mit  höchstens 30 Teilnehmern lernen und sich dadurch schon untereinander fordern und fördern“, sagte er. Die Professoren kennen „ihre“ Studierenden persönlich und natürlich liegt ihnen auch deren Erfolg sehr am Herzen. Manchmal zum Beispiel müsse man die Ausbildungsleiter in den Betrieben darauf hinweisen, dass deren „Arbeitnehmer“ als Studierende auch Zeit zum Lernen brauchen. Es wird nicht verschwiegen: Das Duale Studium ist ein anspruchsvolles, „hartes“ Studium, das sich aber lohnt.

Damit auch an diesem Tag neben der Theorie die Praxis nicht zu kurz kam, führte Laboringenieur Peter Hülsebusch die Fünfzehnjährigen über den Campus und zeigte ihnen in den Laboren die Elektronik des Audi A8 und  die 3 D-Power Wall, mit der man zum Beispiel Reparaturen am Raumschiff simulieren kann. Mit dem Lötkolben in der Hand bastelten sie selbst ein LED-Teelicht, das sie natürlich mit nach Hause nehmen durften.

Diesen zwölf Mädchen, die trotz Schwimmbadwetter in den Sommerferien einen Tag an der DHBW Mosbach verbrachten, konnte man wirklich „Aufwiedersehen“ sagen. Noch auf dem Weg zum Bus hörte man sie eifrig über Notendurchschnitte, Wunschbetriebe, die DHBW-Homepage www.dhbw-mosbach.de mit ihrer Firmenplatzliste diskutieren.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: