Eltern in der Medienerziehung nicht alleine lassen

LandesNetzWerk hat nun auch in Buchen Experten

MedienNetzWerk

(Foto: pm)

Buchen. Medien und vor allem die möglichen Wirkungen von Medieninhalten stehen immer wieder im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen. Und obwohl wiederholt auf die besondere Verantwortung von Eltern für die Medienerziehung hingewiesen wird, werden sie weitgehend damit alleine gelassen.

Die Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg qualifiziert deshalb ReferentInnen für die medienpädagogische Elternarbeit, die in einem LandesNetzWerk (www.ajs-bw.de/LandesNetzWerk-fuer-medienpaedagogische-Elternarbeit.html) zusammenarbeiten und in verschiedenen Regionen des Landes als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Ziel ihrer Arbeit ist es, Eltern bei der Medienerziehung zu unterstützen: durch Angebote für Eltern und Familien wie auch durch Angebote an pädagogische Fachkräfte in Kindergärten, Schulen oder Einrichtungen der Jugendhilfe. Das Projekt wurde von der Jugendenquete des Landtages empfohlen und wird vom Sozialministerium Baden-Württemberg gefördert.

Seit dem im Jahr 2008 gemeinsam initiierten, sehr erfolgreichen landesweiten Pilotprojekt „Interkulturell denken-lokal handeln“ bestehen sehr enge Verbindungen der Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg nach Buchen. So war es lediglich eine Frage der Zeit, wann diese qualitativ sehr hochwertige, für die TeilnehmerInnen allerdings kostenlose, Weiterbildung in Buchen stattfinden und damit auch der noch weiße Fleck des Neckar-Odenwald-Kreises auf der ReferentInnen-Landkarte getilgt wird.




Organisiert von der ständigen Projektgruppe Prävention von Stadt und Polizei Buchen, gelang es einmal mehr, alle relevanten Einrichtungen für diese fundierte pädagogische Qualifikation zu gewinnen. Neben Stadt, Landratsamt, Kreismedienzentrum und Polizei, waren die VHS Buchen, das Kinder- und Jugendzentrum TÜFF, der hiesige Moscheeverein der DITIB, der evangelische Kindergarten Regenbogen, die Jule Möckmühl sowie die Baulandschule Hettingen, Zentralgewerbeschule, Abt-Bessel-Realschule sowie die Konrad von Dürn Realschule Walldürn mit TeilnehmerInnen vertreten.

In den Räumen der VHS Buchen, des Polizeireviers sowie im Alten Rathaus absolvierten die TeilnehmerInnen in den letzten fünf Monaten drei je zweitägige Module unter Anleitung namhaften ExpertInnen für die jeweiligen Arbeitsfelder. Ein ganzer Tag wurde dabei dem komplexen Thema Facebook gewidmet. Aber auch das Medium Fernsehen, Handys im Alltag von Kindern und Jugendlichen, die Faszination von Computer- und Onlinespielen und natürlich das Internet wurden intensiv in den Blick genommen. Auch erste Praxiserfahrungen sammelten die TeilnehmerInnen, denn im Rahmen der Qualifizierung musste ein konkretes Angebot konzipiert und auch durchgeführt werden.

Auch wurde mit der aktuellen Initiative in Buchen nicht nur die landesweite, sondern auch die kreisweite themenspezifische Vernetzung weiter vorangebracht. Neben Franziska Hahn vom Kreismedienzentrum waren mit Günther Ebert und Jörg Leitner zwei weitere Referenten aus dem kreisweiten Projekt „Neue Medien – Fluch oder Segen?“ sowie dem seit 2006 im Altkreis erfolgreich etablierten Projekt „Handy, Glotze, Killerspiele – Verantwortung setzt die Grenze“ involviert.

Für Fragen und weitere Informationen stehen Elisabeth Hell, von der Stadt Buchen und Simone Fleckenstein gerne zur Verfügung. Frau Hell ist zu ereichen unter 06281/31-114 (vormittags) oder per Mail elisabeth.hell@buchen.de und Frau Fleckenstein unter simone.fleckenstein@gmx.net.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de



Artikel empfehlen: