Neues Polizeipräsidium nimmt Konturen an

Erste Konturen zeigt inzwischen der Innenausbau des künftigen Polizeipräsidiums, das voraussichtlich ab Mitte 2013 für die Sicherheit und Ordnung im Stadt- und Landkreis Heilbronn, dem Neckar-Odenwald-Kreis, dem Main-Tauber-Kreis und dem Hohenlohekreis zuständig ist.

„Den Verantwortlichen des Projektbüros, den Leitern und Mitarbeitern der Teilprojekte und des Steuerkreises wurde in den vergangen Wochen und Monaten ein gewaltiges Arbeitspensum, viel Sensibilität und vor allem Kreativität abverlangt. Kein einfaches Unterfangen, zumal diese Arbeit von einem Großteil der Projektmitglieder im Nebenamt geleistet wird“, so Projektleiter Hartmut Grasmück.

Unter teilweise großem Zeitdruck galt es Bewährtes zu erhalten und neue Strukturen zu zimmern und dabei möglichst alle sozialen und polizeitaktischen Gesichtspunkte zu berücksichtigen. 

Wie zu erwarten war, stellte vor allem die Tatsache, dass das künftige Polizeipräsidium für die größte Fläche in ganz Baden-Württemberg zuständig sein wird, das Projektteam vor große Herausforderungen. Bei allen Überlegungen galt es, die großen Entfernungen zu berücksichtigen.

Das Motto des Projektleiters „so zentral wie nötig und so dezentral wie möglich“ spiegelt sich daher auch weitgehend in den bisher getroffenen Entscheidungen wieder.

Auch wenn die Leitung der Verkehrspolizeidirektion in Weinsberg angesiedelt wurde, bleibt nicht zuletzt wegen der großen Fläche in Tauberbischofsheim ein Verkehrskommissariat mit fünf Dienstgruppen und einer Verkehrsüberwachungsgruppe erhalten.




Zudem wird an den beiden Standorten Weinsberg und Tauberbischofsheim ein Verkehrsunfallaufnahmedienst aufgebaut, der für die Aufnahme und Bearbeitung besonders schwerer Verkehrsunfälle im gesamten Präsidiumsgebiet zuständig sein wird.

Auch in Mosbach und Künzelsau sorgen teilweise sogar personell verstärkte Verkehrsüberwachungsgruppen für eine gleichmäßige Grundversorgung im gesamten Präsidiumsbereich. Allerdings werden diese organisatorisch direkt der Verkehrspolizeidirektion in Weinsberg angegliedert.

Ähnliches gilt für die Diensthundeführer. Die Leitung der gemeinsamen Diensthundestaffel wird künftig in Offenau sitzen. Weitere Standorte sind in Buchen und Tauberbischofsheim geplant.

Das Referat Prävention, künftig zuständig für die Verkehrs- und Kriminalprävention im gesamten Präsidiumsbereich, wird etwa hälftig zentral in Heilbronn untergebracht. Die weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden weiterhin an den Standorten der bisherigen Polizeidirektionen tätig sein, um dort orts- und bürgernahe Präventionsarbeit zu betreiben und die bisherigen Netzwerke zu erhalten.


Einer der größten „Umbauten“ steht der Kriminalpolizei bevor. Die Kriminalaußenstelle in Buchen wird zwar geschlossen, Kriminalkommissariate in Mosbach, Tauberbischofsheim und Künzelsau werden aber die Präsenz der Kripo in den drei Landkreisen weiterhin gewährleisten. Über die genaue Personalstärke ist noch nicht entschieden. Die Größenordnung wird bei jeweils 15 – 20 Beschäftigten liegen. Daneben gilt es, die zentral bei der Kriminalpolizeidirektion in Heilbronn angesiedelten Kriminalinspektionen von Anfang an personell so auszustatten, dass sie ihre Aufgaben effektiv und sachgerecht wahrnehmen können.

Ein weiteres wichtiges Reformziel ist der Aufbau des neu einzurichtenden Kriminaldauerdienstes, der im gesamten Präsidiumsbereich rund um die Uhr für die ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei zuständig sein wird.

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